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Celle Ortsteile Gymnasiale Oberstufe: IGS-Eltern fühlen sich hintergangen
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Gymnasiale Oberstufe: IGS-Eltern fühlen sich hintergangen
15:37 17.12.2017
Von Gunther Meinrenken
Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Rusitschka hatte nach eigenen Angaben das Thema "Oberstufe an der IGS" auf die Sitzung des KER am 26. Oktober setzen lassen. "Dieser Tagesordnungspunkt wurde auch ausgiebig besprochen, aber ohne jeglichen Beschluss beendet", erinnert er sich. "Was der Vorstand zu diesem Zeitpunkt völlig verschwiegen hat, war, dass er bereits eine Stellungnahme mit Votum beim Landkreis abgegeben hat", fährt Rusitschka fort, der dieses Papier einen Tag nach der Sitzung des KER auf den Internetseiten des Landkreises gefunden hatte.

"Datiert war das Schreiben mit Datum vom 25. Oktober, also einen Tag vor der Sitzung des KER. Der Vorstand hat also wissentlich darauf verzichtet, die KER-Mitglieder über die Stellungnahme zu informieren", so Rusitschka, der sich wundert, warum der KER-Vorstand seine Meinung zur Oberstufe ohne Beschluss im Kreiselternrat abgegeben habe. Rusitschka: "Ich habe den letzten Funken Vertrauen in den KER-Vorstand verloren."

Nach Meinung von Ronald Bahr, Vorsitzender des Kreiselternrates, ist bei der Stellungnahme für den Landkreis alles mit rechten Dingen zugegangen. "Ausgangspunkt war die große Stellungnahme, die der Kreiselternrat bereits im vergangenen Jahr zum Schulstrukturgutachten geschrieben hat." Schon da habe der KER sich gegen eine gymnasiale Oberstufe an der IGS ausgesprochen, dies sei im Kreiselternrat damals besprochen worden.

Anfang 2017 habe das Thema erneut auf der Tagesordnung gestanden. Außer Rusitschka habe gegen di Meinung des KER niemand etwas gesagt. "Wir haben uns noch einmal im Mai mit den Vertretern der IGS getroffen. Diese sollten uns ihre Argumente zusammenfassen, warum die IGS eine Oberstufe braucht. Bis heute ist nichts gekommen." Die jetzige Stellungnahme des Vorstands zur IGS-Oberstufe sei vom Landkreis angefordert worden. "Wir haben dann eine Kurzfassung unserer damaligen Stellungnahme verfasst", so Bahr, der das Thema nicht öffentlich diskutieren wollte. Für den 18. Januar werde eine Sitzung des KER einberufen, bei der es eine Aussprache über die Vorwürfe von Rusitschka geben soll.