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Celle Ortsteile Heiße Festtage für die Celler Feuerwehr
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Heiße Festtage für die Celler Feuerwehr
12:18 23.12.2011
Von Christoph Zimmer
Celle

Böllerverbot in der Innenstadt: Auch zum kommenden Jahreswechsel hat die Celler Verwaltung ein weitreichendes Feuerwerksverbot verhängt. Demnach dürfen in der Altstadt keine Raketen und Böller gezündet werden. Das geht aus dem Sprengstoffgesetz hervor, in dem das Verbot des Zündens von Feuerwerkskörpern in der Nähe von Fachwerkhäusern festgeschrieben ist. „Von dieser Regelung sind aber nicht nur Innenstädte betroffen“, sagt Myriam Meißner. Die Stadtsprecherin betont mit dem Verweis auf das Gesetz, dass „auch das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reetdachhäusern“ strengstens untersagt sei. Diese Regelung gelte übrigens nicht nur an Silvester, sondern im ganzen Jahr, so Meißner.

In der Celler Innenstadt gestaltet sich die Regelung wie folgt: Im sogenannten Inneren Ring, also in dem Bereich, der von den Straßen Südwall, Kleiner Plan, Am Heiligen Kreuz, Schuhstraße, Kanzleistraße und Schlossplatz eingeschlossen wird, herrscht absolutes Feuerwerksverbot. „Und das an 365 Tagen im Jahr“, betont Meißner. Auch wenn es schwierig wird, die Einhaltung des Verbots zu überwachen, appelliert die Stadtverwaltung an die Eigenverantwortung der Bürger. Wer sich nicht daran hält und durch sein Feuerwerk einen Brand auslöst, kann haftungsrechtlich belangt werden. Und das kann teuer werden – es droht eine Strafe von bis zu 5000 Euro. In den letzten beiden Jahren wurde das Verbot massiv gebrochen, auch wenn "die Verwaltung nicht eine Meldung erreicht" habe, das gegen das Gesetz verstoßen wurde, sagte Meißner.

Derweil bereitet sich die Celler Feuerwehr auf den möglichen Ernstfall vor. „Wir sind für die bevorstehenden Weihnachtstage gut gerüstet“, sagt Bernd Müller. Der Ortsbrandmeister der Hauptwache betont, dass die Einsatzfahrzeuge „selbstverständlich eine vollständige Winterbereifung“ haben. Außerdem verfügen die Tanklöschfahrzeuge und große Löschgruppenfahrzeuge über Allradantrieb, „die Anfahrt kann also auch bei starken Schneefall erfolgen“, so Müller. Am liebsten wäre ihm aber, dass sie gar nicht erst ausrücken müssen und „ganz in Ruhe Weihnachten feiern“ können.

Nach den Weihnachtsfeiertagen steht der Feuerwehr das nächste kritische Wochenende bevor – Silvester. „Die Zeit zwischen den Jahren ist immer wieder mit viel Böllerei und leider auch mit falschem Umgang mit Feuerwerkskörpern verbunden“, weiß Müller. „Jedes Jahr gibt es Einsätze, deren Auslöser der unsachgemäße Umgang mit Feuerwerkskörpern ist.“ Immer wieder landen Böller in Briefkästen oder Papierkörben, unter Dachziegeln oder in offenen Fenstern. „Das kommt nicht gerade selten vor“, sagt Müller.

Besonders warnt der Ortsbrandmeister davor, Blindgänger, also Böller oder Raketen, die nicht hochgegangen sind, wiederzuverwenden. „Hier gibt es oft keine oder auch nur eine sehr kurze Zündschnur“, sagt Müller, „das kann zu schweren Verletzungen führen.“