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Celle Ortsteile Hickhack um Schimmel-Wohnung in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Hickhack um Schimmel-Wohnung in Celle
16:47 28.06.2018
Von Gunther Meinrenken
Quelle: Oliver Knoblich
Celle

"Die ersten Mängel sind schon 2008 aufgetreten", berichtet Rudi Günther. Die Fenster seien "klatschnass" gewesen, so der 70-Jährige. Den ersten Prozess verlor das Ehepaar. 2010 stellten die Günthers dann Schimmel fest und der hat sich mittlerweile in fast allen Räumen großflächig breit gemacht bis auf das Bad. Küche, Flur, Wohnzimmer, selbst im Hausflur ist am Türrahmen gesundheitsgefährdender Schwarzschimmel aufgetreten. Am schlimmsten betroffen ist das Schlafzimmer, deshalb schlägt das Paar sein Nachtlager mittlerweile im Wohnzimmer auf.

Zusammen mit ihrem Rechtsanwalt Thomas Deist zogen die Günthers vor Gericht. Rudi Günther hatte extra ein Lüftungsprotokoll geführt, ein halbes Jahr lang notierte er akribisch die Lüftungszeiten. Am Ende bekamen die Mieter Recht. Die Richterin urteilte, dass die WBG die Schäden beseitigen muss, weil bauliche Mängel letztlich nicht ausgeschlossen werden könnten. Das war vor etwas mehr als eineinhalb Jahren. "Seitdem hat sich nichts getan", behauptet Rudi Günther.

Ganz so ist dem allerdings nicht. "Die Eheleute Günther geben uns Rätsel auf. Ihnen wurde unmittelbar nach der gerichtlichen Entscheidung eine Ausweichwohnung angeboten; dieses Angebot wurde nicht angenommen", nimmt WBG-Geschäftsführer Matthias Hardinghaus Stellung zu dem Fall. Seit Monaten werde verhandelt. "Die WBG hält seit Anfang des Jahres eine weitgehend nach Wünschen der Günthers hergerichtete Ausweichwohnung vor. Die WBG nimmt das Urteil sehr ernst und möchte den Schwarzschimmel so schnell wie möglich beseitigen, kann allerdings nichts gegen den Willen der Günthers unternehmen", so Hardinghaus weiter.

Auch Rechtsanwalt Deist rät seinen Mandanten, erst einmal in die Ersatzwohnung umzuziehen und dann alles Weitere zu klären. Doch die Günthers machen sich ganz andere Gedanken.

Zum einen befürchtet Rudi Günther, dass die Mängel nur oberflächlich behandelt werden und eine nachhaltige Entfernung nicht stattfinden wird. "Wer sagt mir, dass da nicht einfach nur weiß drüber gestrichen wird?", fragt sich Rudi Günther. Vor allem aber möchte das Ehepaar Klarheit darüber, was mit ihren Möbeln werden soll.

"Teilweise bestehen die aus Spanplatten. Da sitzen doch auch die Schimmelsporen drin, ebenso in den Teppichen und den Möbelbezügen etwa bei den Sofas", so Günther. Daher bringe es doch gar nichts, die Mängel zu beseitigen, wenn man anschließend die Sporen durch die Möbel wieder hineintrage. Eine mögliche Gefahr, die auch von Schimmel-Experten bestätigt wird. "Wir wollen, dass die WBG unsere Möbel ersetzt. Bevor das nicht geklärt ist, werden wir auch nicht in die Ersatzwohnung gehen", stellen die Günthers klar. Hardinghaus hingegen sagt, dass die WBG unter anderem auch bezüglich der Reinigung und Erstattung des Mobiliars Angebote gemacht habe.

Warum sie überhaupt so großen Wert darauf legen, in dieser Wohnung zu bleiben und sich nicht gleich etwas Neues suchen, erklärt Margitta Günther. ""Meine Uhr tickt, mein Gesundheitszustand macht einen weiteren Umzug nicht möglich. Diese Wohnung ist einfach ideal für uns", sagt Margitta Günther.

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