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Celle Ortsteile "Hidden Champions" in einer liebenswerten Stadt
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile "Hidden Champions" in einer liebenswerten Stadt
17:45 23.06.2011
Von Gunther Meinrenken
CDU-Fachveranstaltung Celles Wirtschaft stärken - Celles Zukunft sichern - v.l.n.r.: Thomas Adasch, Axel Lohöfener, Uwe-Peter Becker, Dr. Hartmut Knigge, Reinhard Schele, Dr. med. Ralf Aring, Wolfgang Genannt Quelle: Ralf Taschke
Groß Hehlen

Wie kann man Celle wirtschaftlich nach vorne bringen? Mit dieser Frage beschäftigte sich jetzt die Celler CDU bei einer Fachtagung für die Wirtschaft. Nur 26 Gäste waren zu der Veranstaltung unter dem Titel "Celles Wirtschaft stärken - Celles Zukunft sichern" ins Hotel Celler Tor gekommen. Die Fachtagung, dieses Eindrucks konnte man sich nicht erwehren, diente dabei wohl noch einem anderen Zweck, als die Perspektiven der Residenzstadt auszuloten. Das um den Stadtverbandsvorsitzenden Thomas Adasch gebildete Kompetenzteam für den Kommunalwahlkampf wollte sich in Wirtschaftsfragen Profil verschaffen und dem für Finanzen und Wirtschaft zuständigen Hartmut Knigge eine Bühne bieten, seine Kompetenz bei ökonomischen Themen unter Beweis zu stellen.

Knigge, der die Diskussionsleitung übernahm, hatte sich denn auch akribisch auf den Abend vorbereitet. Nach einführenden Worten von Adasch, zeigte er in einem Impulsreferat die Herausforderungen der Zukunft auf. Knigge legte den Fokus dabei auf die Folgen des demografischen Umbruchs. Mehr Rentner, weniger Erwerbstätigte, mehr Pflegebedürftige, Jagd auf Fachkräfte. "Wie kann man Celles als lebens- und liebenswerte Stadt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels erhalten?" war die Kernfrage, die Knigge dabei umtrieb.

Zusammen mit den Podiumsteilnehmern Axel Lohöfener,Vorstandsvorsitzender der Celler Sparkasse, dem Celler IHK-Chef Uwe-Peter Becker, Reinhard Schele, Vorstandsmitglied der Kreishandwerkerschaft, Dr. Ralf Aring, Vorsitzender der Celler Kassenärztlichen Vereinigung und Wolfgang Genannt, Vorstandsmitglied von Geoenergy, wollte Knigge auf unterschiedlichen Feldern Zukunftschancen ausloten. "Hidden Champions", Firmen, die kaum einer kennt, aber eine führende Rolle auf dem Weltmarkt spielen, war dabei Knigges Lieblingswort. Den Podiumsteilnehmern fielen zu diesem Thema eine ganze Reihe von Celler Unternehmen ein - die sonstigen Erkenntnisse bewegten sich in einem überschaubaren Rahmen.

Weniger Bürokratie wünschten sich die Wirtschaftsvertreter etwa oder einen festen Ansprechpartner bei der Stadt für Firmen, die sich in Celle niederlassen wollen. Daneben lernten die Gäste der Veranstaltung, dass ein gut strukturiertes Handwerk wichtig sei, wenn es um die Ansiedlung neuer Betriebe geht. Zudem habe Celle viel zu bieten, man müsse es nur bekannt machen. Diese Formel wurde an dem Abend des öfteren beschworen. Die Frage, warum gerade viele Juristen, AKH-Ärzte und Mitarbeiter der Erdölzulieferer doch lieber in Hannover wohnen bleiben, statt an ihren Arbeitsort zu ziehen, blieb jedoch weitgehend unbeantwortet.

Am Ende frage Knigge in die Runde, ob man nicht ein lokales Bündnis für wirtschaftliche Entwicklung gründen soll, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Bei der Vorstellung eines weiteren Gremiums konnte man das stumme Aufstöhnen auf dem Podium, das dieser Anregung übereinstimmend eine Absage erteilte, förmlich hören. Sollte sich die CDU versprochen haben, für den Kommunalwahlkampf in Sachen Wirtschaftskompetenz mit diesem Vorschlag Profil zu gewinnen, so kann sie diesen nun zu den Akten legen. Immerhin eine Erkenntnis dieses Abends.