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Celle Ortsteile Hochwasser: Celle kommt mit blauem Auge davon
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Hochwasser: Celle kommt mit blauem Auge davon
18:13 27.07.2017
Von Gunther Meinrenken
Wegen Hochwassers hat die Stadt gestern den Fuhserandweg an zwei Stellen gesperrt. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

"Die entscheidenden Niederschläge sind im Harz selbst und im südlichen Harzvorland gefallen und dort weitestgehend im Einzugsgebiet von Innerste und Leine. Der Bereich Oker/Aller hat nicht ganz so viel abbekommen", berichtet Kohls, der die Situation weiter beobachtet. Die Oker und in deren Folge die Aller werden zwar noch weiter ansteigen, aber das dürfte nicht besorgniserregend sein. "Der Pegel hoch oben an der Oker steigt noch kräftig. Am Pegel Brenneckenbrück an der Aller steht der Pegel aktuell allerdings bei 2,81 Meter mit gleichbleibender Tendenz. Bezogen auf den Spitzenwert im Jahre 2013 hätten wir noch etwa 60 Zentimeter Luft", sagte Kohls gestern. Die nachfolgenden Pegel an der Aller seien nicht besorgniserregend.

An der Lachte sinkt der Wasserstand sogar wieder. Hier hatte es vor vier Jahren Überschwemmungen gegeben. Kohls geht davon aus, dass das dieses Mal nicht der Fall sein wird. Die Situation solle aber weiter beobachtet werden, auch wenn die Niederschläge erst einmal nachgelassen hätten.

Einzig die Fuhse bereitet den Verantwortlichen im Neuen Rathaus ein bisschen Sorgen, daher auch die oben erwähnten Sperrungen. Am Pegel Wathlingen stand der Fluss gestern Nachmittag bei 1,70 Meter. Die weitere Prognose geht allerdings bereits von wieder fallenden Pegelständen aus. "Den Spitzenwert aus dem Jahr 2013 werden wir wohl sicher nicht erreichen", schätzte Kohls.

Im Neuen Rathaus hofft man nun, dass weitere starke Niederschläge ausbleiben. Denn der Boden könne keinen weiteren Regen aufnehmen. "Der Schwamm ist bezogen auf weitere Niederschläge voll", so Kohls. Der Dauerregen der vergangenen Tage hatte auch im Raum Celle ungewöhnliche Werte verzeichnet. "Bis heute sind in Celle an Niederschlägen auf der Kläranlage für den Monat Juli 95 Millimeter gemessen worden. Davon sind in den ersten neun Tagen 5 Millimeter gefallen und ab dem 10. Juli bis einschließlich 25. Juli also 90 Millimeter. Bezogen auf das langjährige Monatsmittel für den Monat Juli von 76 Millimetern ist das also mehr als der gesamte Monatswert bezogen auf den Mittelwert", erklärte Kohls.