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Celle Ortsteile Impulsgeber für Celler City-Entwicklung
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Impulsgeber für Celler City-Entwicklung
19:57 30.12.2013
Von Michael Ende
Noch sind städtebauliche Visionen für die Entwicklung des Areals der alten Feuerwehr-Hauptwache nicht bis ins Detail durchgeplant. Beim jetzt anlaufenden Investoren-Wettbewerb soll sich das ändern.  Quelle: Alex Sorokin
Celle

„Ich habe den Eindruck, dass sich in der Innenstadt etwas tut, dass sich mehr Baukräne über den Dächern der Altstadt drehen, als es der Fall war, als ich hier mein Amt antrat“ - Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) ist zufrieden mit der Entwicklung der Altstadt. Dort tut sich etwas. Derzeit markiert ein Kran die H&M-Baustelle in der Zöllnerstraße, und auch zwischen zwischen Südwall, Bergstraße und Wehlstraße sollen möglichst bald neue Bauten entstehen. Hier auf dem 3636 Quadratmeter großen städtischen Areal der ehemaligen Feuerwehr-Hauptwache will der Rat einen wichtigen Impuls für die gesamte Altstadt geben. Um etwas Passendes zu finden, wurde jetzt ein Investorenwettbewerb auf der Weg gebracht.

Die Ausschreibung des Wettbewerbs durch den Sanierungstreuhänder GOS soll Anfang 2014 erfolgen. Insgesamt soll der Wettbewerb etwa sechs Monate laufen. Doch danach sollen nicht einfach Ergebnisse auf dem Papier vorliegen - der Sieger-Entwurf soll in die Tat umgesetzt werden. „Das Gewinner-Projekt soll zügig realisiert werden“, unterstreicht Mende. Nach Abschluss des Wettbewerbs wolle die Stadt mit dem Investor des ersten Preisträgers unverzüglich Verhandlungen zum Abschluss des Grundstückskaufvertrages sowie eines städtebaulichen Vertrages, der die Realisierung des Bauvorhabens und dessen Umsetzung konkretisiere, aufnehmen: „Sollten die Verhandlungen nicht zum Erfolg führen, wird in der Rangfolge der Ergebnisse mit den weiteren Investoren verhandelt, um das Ziel der Nachnutzung des Feuerwehrgeländes sicherzustellen.“

Was dort entstehen soll, ist bereits relativ eng umgrenzt. Mit der neuen Bebauung soll ein attraktiver neuer Stadtbaustein entstehen, der sich in seine denkmalgeschützte Umgebung bezüglich Maßstäblichkeit, Höhenentwicklung und Fassadengestaltung einpasse, gleichzeitig aber eine „selbstbewusste, zeitgemäße Ergänzung der historischen Innenstadt“ darstelle, heißt es. Mende: „Über den Investorenwettbewerb soll dasjenige Team aus Investor und Architekt gefunden werden, das die höchste funktionelle sowie städtebaulich-architektonische Qualität für den Standort anbietet.“ Besondere Berücksichtigung müsse dabei die Lageam historischen Stadteingang finden.

Spezifische Anforderungen für einen Nutzungsmix sind nahversorgungsorientierter und ergänzender zentrenrelevanter Einzelhandel. Für die flexible Nutzbarkeit des Konzeptes bezüglich Einzelhandel sollten frei nutzbare Flächengrößen von 800 Quadratmetern, mindestens jedoch 300 Quadratmetern eingeführt werden, die der Nachfrage und dem Mangel in der Celler Altstadt entsprechen. „Durch Zuschaltung oder Trennung dieser modularen Einheiten könnte die Architektur flexibel und zukunftsfähig auf sich verändernde Anforderungen reagieren“, heißt es in der Ausschreibung. Ergänzende Dienstleistungsangebote, barrierearme, bedarfsgerechte Wohnungszuschnitte und eine Hotelnutzung im mittleren Preissegment könnten ergänzend erwogen werden.

In der City wartet man äußerst gespannt auf die Ergebnisse des Wettbewerbs. „Die Bergstraße ist unser großes Sorgenkind“, sagt Schlosskreis-Vorsitzender Hans Werner Schmidtmann: „Wenn an der alten Hauptwache ein Startschuss für eine Entwicklung fällt, dann könnte das auf die gesamte Altstadt ausstrahlen.“

Michael Ende