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Celle Ortsteile In Garßen wird es sicherer
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile In Garßen wird es sicherer
18:15 28.06.2016
Garßen

Vor allem Ortsbürgermeister Andreas Reimchen (CDU) fiel damit ein Stein vom Herzen, da dieser bei seinem Amtsantritt im Oktober 2013 mutig verkündete, mit diesem Großprojekt bis zur Kommunalwahl 2016 starten zu können. Für den Radweg übernimmt der Bund Kosten in Höhe von 600.000 Euro.

Ein weiteres, ebenfalls lang diskutiertes Verkehrsprojekt ist die Erneuerung der Garßener Ortsdurchfahrt. Sie soll in den diesjährigen Herbstferien über die Bühne gehen. Dabei soll der kombinierte Fuß- und Radweg verbreitert werden und im Gegenzug die „breite Rennstrecke“ für Lkw-Fahrer unattraktiver werden. „Alle bestehenden Probleme werden wir mit den Bauarbeiten nicht beheben können“, erläuterte Hanssen. Aber in puncto Schulwegsicherheit und für Fußgänger und Radfahrer werde sich die Situation deutlich verbessern. Dafür müssen die Verkehrsteilnehmer in der Zeit zwischen Dienstag, 4. und Samstag, 15. Oktober, die üblichen Umleitungen und Staus in Kauf nehmen.

Auch die Einführung einer Tempo-30-Zone auf der „Alvernschen Straße“, an der die Grundschule und die Erich-Kästner-Förderschule in Garßen liegen, war schon einige Male Thema im Ortsrat. Bislang hatten Elterninitiativen sich vergeblich um eine solche Regelung bemüht. Andernorts konnten Tempo-30-Zonen nur dann durchgesetzt werden, wenn es sich beim betreffenden Bereich um einen sogenannten „Unfallschwerpunkt“ handelte. Doch diese hohe Messlatte soll künftig entfallen, da die Verkehrsminister der Länder Mitte April auf ihrer Konferenz auf Usedom beschlossen haben, vor Schulen, Kitas, Krankenhäusern und Seniorenheimen generell ein Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde einzuführen. Eine entsprechende Änderung der Straßenverkehrsordnung ist auf den Weg gebracht und soll im Herbst in Kraft treten.

Im Lichte der anstehenden Rechtsänderung sprach sich der Ortsrat einstimmig dafür aus, auf der „Alvernschen Straße“ sofort nach Inkrafttreten eine Tempo-30-Zone einzurichten – zumindest zwischen neuem Feuerwehrhaus (Ortseingangsschild) und der Einmündung in den „Koppelweg“. „Ideal wäre eine Fortführung bis in den Kreuzungsbereich an der B 191. Sofern rechtlich zulässig, soll die Geschwindigkeitsbeschränkung nur täglich zwischen 7 und 16 Uhr gelten“, heißt es im Beschluss.

Attraktiver soll in Garßen auch das Internet werden. Reimchen fordert Interessenten auf, sich über die Internetseite des Landkreises (www.landkreis-celle.de/breitbandausbau) zu melden. Nach aktueller Planung soll die Auswahl des Pächters im Herbst abgeschlossen sein. Mit diesem zusammen werde es dann umfangreiche Info-Veranstaltungen geben. „Sollte die notwendige Quote von 40 Prozent überschritten werden, ist der Baubeginn im Frühjahr 2017 geplant“, so Reimchen.

Von Dagny Rößler