Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Ortsteile In Garßen wird zuerst gespendet und dann gesendet
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile In Garßen wird zuerst gespendet und dann gesendet
17:37 13.03.2017
„Hier schreibt Ihnen jemand aus dem sympathischen Celler Stadtteil Garßen“ steht auf den Spenden-Postkarten. Andreas Reimchen adressierte seine Karten an die Enkel. Quelle: H. Laitinen
Garßen

„Zu klein, zu wenige Kunden“, ist seitens des Unternehmens zu hören. Wer Postkarten kaufen wolle, müsse in eine größere Filiale ausweichen. Es sieht also schlecht aus für die schreibbegeisterten Einwohner aus Garßen. Doch den Kopf in den Sand stecken? Nicht so die Garßener. Stattdessen: Selbst aktiv werden und sich etwas einfallen lassen.

Letzteres taten die Garßener – und wandten sich hilfesuchend an ihren Ortsbürgermeister Andreas Reimchen. Der konnte zwar keine erweiterte Filialausstattung bewirken, hatte aber die Idee zur „Ersten Garßener Spenden-Postkarte“. Doch ein guter Gedanke alleine reicht nicht aus und so entwarf Reimchen eine spezielle Postkarte. Zu Engpässen sollte es nicht kommen, denn der Ortsbürgermeister ließ auf eigene Kosten eine große Stückzahl drucken.

Die Karte ist ab sofort in der Postfiliale Garßen erhältlich. Allerdings nur, wenn zuvor die bereitstehende Spardose gefüttert wird. „Erst spenden – dann senden“ lautet das Motto der Aktion, deren Reinerlös an die Handballjugend des SV Garßen fließt. Im Falle eines erfolgreichen Probelaufs kann sich Reimchen sogar vorstellen, seine Aktion noch auszuweiten. Die Spenden-Postkarte schaffe jedenfalls eine „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten. „Die Garßener bekommen ihre Postkarten, DHL verkauft die nötigen Briefmarken, unsere jungen Handballer erhalten eine hoffentlich spürbare Finanzspritze“, erklärt der Ortsbürgermeister. Was wolle man also mehr, freut sich Reimchen. Die ersten beiden Spenden-Postkarten schickte er selbst ab. Seine Post ging an zwei ganz besondere Empfänger – seine beiden Enkelkinder.