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Celle Ortsteile In zehn Jahren vieles für Lettland erreicht
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile In zehn Jahren vieles für Lettland erreicht
15:09 21.06.2012
Von Oliver Gatz
Die Celler Delegation in Talsi: Viele DRK-Mitglieder engagieren sich für den Aufbau des Roten Kreuzes in Lettland.
Celle

Bereits seit zehn Jahren besteht eine enge Partnerschaft des Celler DRK-Kreisverbands mit dem Rot-Kreuz-Komitee Kurland im lettischen Talsi. Im Rahmen einer Feier wurde die Ausbildungsbeauftragte des Celler DRK, Birgit Alms-Stephan, mit dem Verdienstorden des Lettischen Roten Kreuzes (LRK) ausgezeichnet. Sie unterstützte den Aufbau des Erste-Hilfe-Programms maßgeblich und wurde für dieses besondere Engagement geehrt. Gemeinsam mit Ehemann Heinrich gehört Alms-Stephan seit 2002 zu einer Gruppe des DRK, die aktiv beim Aufbau der dortigen Rotkreuzgemeinschaft mitgewirkt hatte. Mittlerweile betreiben die lettischen Partner eine stationäre Behinderteneinrichtung für bis zu 85 Bewohner, zwei medizinische Versorgungseinrichtungen zur ambulanten Betreuung, leisten Hilfe bei der häuslichen Pflege durch regelmäßige Hausbesuche, betreiben Kleiderkammern und kochen täglich in sogenannten Suppenküchen für große Teile der Bevölkerung. Inzwischen ist es auch selbstverständlich, dass an Schulen Erste-Hilfe-Kurse stattfinden und dass das LRK Erste-Hilfe-Lehrgänge für die Bevölkerung anbietet. Es gab bereits internationale Jugendbegegnungen im Landkreis Celle und in Lettland. Die lettischen Partner profitieren dabei nicht nur vom Celler Wissen. In den vergangenen zehn Jahren wurden unter anderem Kleiderspenden, Pflegebetten, Computer, Erste-Hilfe-Ausbildungsmaterial, ein Krankenwagen und drei weitere Fahrzeuge aus Celle nach Lettland gebracht. Dinge, die dort für die Rotkreuzarbeit dringend benötigt werden. Die stellvertretende Vorsitzende des hiesigen DRK-Kreisverbands, Helga Farr, hatte die Celler Delegation geleitet. „Wir haben während dieses Besuchs viele Rotkreuzeinrichtungen gesehen und wir konnten uns davon überzeugen, mit wie viel Engagement und Kompetenz sich hier für die Mitmenschen eingesetzt wird, ganz im Sinne der Ideen des Roten Kreuzes", sagte sie.Die Celler Delegation besuchte unter anderem eine Einrichtung zur Behandlung von Suchterkrankten in Riga. Hier besteht neben der ambulanten Aufnahme zur Ausnüchterung von schwer an Alkohol erkrankten Menschen, auch die Möglichkeit sich über eine Obdachlosenstation bis zu einer bezahlten Unterkunft quasi hochzuarbeiten. Auf diese Weise gelingt es den Betroffenen, auch aus eigener Kraft, sich zu rehabilitieren.