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Celle Ortsteile Insektengift in Celler Katasteramt
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Insektengift in Celler Katasteramt
04:13 10.02.2018
Von Gunther Meinrenken
Im Keller des Katasteramts haben Gutachter diverse Giftstoffe gefunden,unter anderem das Insektengift DDT. Quelle: Alex Sorokin
Celle

Mitte 2016 war Mitarbeitern nach der Verlegung eines neuen Fußbodens ein unangenehmer Geruch aufgefallen. Die Ursache: Der im Teerkleber befindliche Giftstoff Chlornaphthalin. Die Mitarbeiter zogen damals um in ein leerstehendes Verwaltungsgebäude von Barilla/Wasa an der Wasastraße. Damals rechneten die Behörden mit einer Sanierungszeit von etwa zwei Jahren. Nun sieht es so aus, als sollte die Wasastraße noch für längere Zeit als Domizil der Mitarbeiter des Katasteramts dienen.

Bei einer Begehung im Oktober vergangenen Jahres wurde beschlossen, auch den Keller auf Schadstoffe zu untersuchen. Ein Wunsch, der aus dem Kreis der Mitarbeiter geäußert worden war. Ein Gutachter machte sich ans Werk und wurde fündig. "In Konzentrationen oberhalb der sogenannten Auffälligkeitswerte wurden PCB und DDT lediglich im Hausstaub festgestellt. Außerdem wurden in geringen Mengen PAK, Mineralfasern (geringe Konzentration) sowie Asbestfasern (sehr geringe Konzentration) gemessen. Gutachtlich wurde empfohlen, die Räumlichkeiten zukünftig nur noch mit Schutzkleidung zu betreten", so Ute Stamm, Pressereferentin des zuständigen Niedersächsischen Landesamts für Bau und Liegenschaften.

Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind krebsauslösende organische Chlorverbindungen, Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT) zeigt hormonähnliche Wirkungen und steht ebenfalls im Verdacht, Krebs auszulösen. Gleiches gilt für Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die außerdem das Erbgut verändern können. Ob diese Stoffe auch gelagerte Akten kontaminiert haben, könne nicht vollkommen ausgeschlossen werden.

Die Mitarbeiter des Katasteramts selbst hatten im Keller in der Hauptsache Geräte gelagert. Die Außendienstler sollen mittlerweile Ersatzgeräte von anderen Dienststellen erhalten haben. Weiterer Nutzer ist das Amtsgericht. "Wir lagern dort Akten aus abgeschlossenen Vorgängen der Insolvenzabteilung und von Zwangsversteigerungen. Nur hin und wieder muss dort jemand reinschauen. Unsere Arbeitsabläufe werden also nicht sonderlich beeinträchtigt", meint Dieter Philipp Klass, Direktor des Amtsgerichts.

Was mit dem Gebäude jetzt geschehen soll, steht noch nicht fest. "Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen wäre eine Sanierung oder Beseitigung der Belastung technisch wahrscheinlich möglich, dürfte sich aber als relativ aufwändig und entsprechend kostenintensiv gestalten", so Stamm. Ein Abriss könne zum jetzigen Zeitpunkt weder favorisiert, noch mit Sicherheit ausgeschlossen werden.

Mieterhöhungen, Nebenkosten-Irrsinn, Kahlschlag am Baumbestand und ein Sanierungsstau in den Wohnanlagen – die Liste der Beschwerden der Mieter in der Geothermie-Siedlung in Klein Hehlen ließe sich noch fortführen. Seit die Deutsche Geothermische Immobilien AG 2014 die Wohnblöcke gekauft und die Energieversorgung auf Erdwärme umgestellt hat, herrschte rund um die Witzlebenstraße schlechte Stimmung. Im Mittelpunkt der Kritik stand DGI-Vorstand Christoph F. Trautsch, (Foto) in dessen von ihm gepriesenen „Trautsch-Flatrate“ viele Mieter das Vertrauen verloren hatten. Nun keimt in der einst als Vorzeigeprojekt gepriesenen Siedlung ein Keim der Hoffnung auf bessere Zeiten auf. Trautsch ist als Vorstand der DGI abberufen worden. -

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