Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Ortsteile Jugendhilfe: Erste Gespräche mit Landkreis Celle
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Jugendhilfe: Erste Gespräche mit Landkreis Celle
20:46 01.10.2017
Von Gunther Meinrenken
Die "Alte Molkerei" ist fester Bestandteil der städtischen Jugendhilfe. Unter anderem gehören Feste im Stadtteilgarten zum Programm der Einrichtung. Quelle: Alex Sorokin
Celle

Und in der Tat gab man sich im Neuen Rathaus jüngst noch recht wortkarg. Doch auf Nachfrage der CZ verrät die zuständige Dezernentin Susanne McDowell jetzt erste Details zum Thema. Allerdings: "Die Materie ist sehr komplex. Konkrete Ergebnisse gibt es noch nicht", so McDowell.

Drei Wochen lang habe eine Arbeitsgruppe zuerst einmal ermittelt, um welche Bereiche es eigentlich gehen solle. In der vergangenen Woche habe man dann zum ersten Mal zusammen mit dem Landkreis einen Blick auf die Zusammenstellung geworfen. "Jetzt geht es darum zu ermitteln, welche Bereiche der Landkreis übernehmen würde und welche nicht", erklärt McDowell, denn die Jugendhilfe der Stadt würde sich in Pflichtaufgaben und freiwillige Leistungen aufteilen. Erst in einem zweiten Schritt würden sich dann die Fachleute von Stadt und Landkreis zusammensetzen. So weit sei man aber noch nicht.

Auch das mögliche Einsparpotenzial für die Stadt habe man noch nicht ermittelt. "Es gibt einige ressortübergreifende Leistungen und Angebote. So einfach kann man das nicht ausrechnen", erläutert McDowell. Bis zur nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 24. Oktober werde man der Politik noch keine belastbaren Zahlen vorlegen können. Dies werde wohl erst im November der Fall sein.

McDowell ist klar, dass die Jugendhilfe mit ihrem Sozialraumbudget eine besondere Stellung innerhalb des Landkreises einnimmt. Die Arbeit ist dezentral in einigen Stadtteilprojekten angesiedelt. Nach Meinung von Experten ein Erfolgsmodell. McDowell geht davon aus, dass es keine Qualitätseinbußen geben werde, sollte die Jugendhilfe an den Landkreis abgegeben werden: "Wir haben die Zusage des Landkreises, dass die Strukturen bei einem Übergang erhalten bleiben."

Ebenfalls noch nicht eingebunden sind die vier Jugendhilfeträger Stiftung Linerhaus, Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen, Caritasverband und Pestalozzi-Stiftung. Das geht aus einer gemeinsamen Presseerklärung hervor. "Sollten die Verhandlungen durch unsere fachliche Sicht bereichert werden können, stehen wir in einem solchen Prozess sehr gerne zur Verfügung. Eine entsprechende Einladung liegt uns allerdings zurzeit noch nicht vor", heißt es in der Pressemitteilung. Da eine Fusion beider Jugendämter "strukturelle Auswirkungen auf unsere Arbeit erwarten lässt, gehen wir davon aus, dass eine konkrete Information über den aktuellen Planungsstand in Kürze zu erwarten ist".