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Celle Ortsteile Junges Schlosstheater Celle: Lieber gemeinsam einsam
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Junges Schlosstheater Celle: Lieber gemeinsam einsam
18:43 20.06.2018
Uminterpretiert zu einem unfreiwilligen Drogentrip hat der Teensclub des Jungen Schlosstheaters das Stück "Alice im Wunderland" - eine gelungene Abbildung der Lebenswirklichkeit junger Menschen. Quelle: Alex Sorokin / Schlosstheater Celle
Celle

„Willst Du mit mir Drogen nehmen?“ Mit dem provokanten Lied des Berliner Rappers Alligatoah im Hintergrund wird das Publikum sogleich hineingezogen in Alices Geschichte. Eigentlich die Geschichte eines Mädchens, das in ein Kaninchenloch stolpert und dabei fällt – fällt und fällt bis zum Mittelpunkt der Erde, wo alles plötzlich anders ist, anders und ganz und gar nicht normal. Soweit „Alice im Wunderland“, der Klassiker: Doch hier in der Halle 19 geschehen die Dinge, die Alice widerfahren, nicht etwa, weil sich die Hauptdarstellerin in eine verrückte Parallelwelt hineinträumt – nein, sie sind die Folge einer unfreiwilligen Drogenerfahrung, die für alle Beteiligten in einem Albtraum endet.

Alice trifft auf Grinsekatze, Märzhasen, verrückten Hutmacher und jähzornige Königin – absurde Begegnungen, die surrealistisch wirken. „Daran gewöhnt man sich mit der Zeit“, sagt eine Wasserpfeife rauchende Raupe lakonisch zu Alice. „Woran?“, fragt Alice. „Ans verwirrt sein“, antwortet die Raupe. Auch das reduzierte Bühnenbild, der sparsame Einsatz von Requisiten sind so gewollt – und dass die Spielerinnen gelegentlich im Raum verloren wirken, ist Sinnbild dafür, wie Heranwachsende in bestimmten Lebensphasen nur in der Gruppe ihren Platz zu finden scheinen: Lieber gemeinsam einsam als allein sein.

Eike Brand (Regie) und Vanessa Armani Vanesyan (Assistenz) verweben hier gekonnt Schlagworte wie „Gruppendynamik“ , „Anschlusssuche“ oder „Abgrenzung“ zu einem eindringlichen Stück, das der Teensclub auf der Grundlage von Carrolls Kinderbuchklassiker neu interpretiert hat. Die gelungene Inszenierung bildet die Lebenswirklichkeit von Teenagern ab – gerne mehr davon.

Von Christina Matthies

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