Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Ortsteile K74 zwischen Lachtehausen und Altencelle soll mit Flüsterasphalt saniert werden
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile K74 zwischen Lachtehausen und Altencelle soll mit Flüsterasphalt saniert werden
16:13 05.05.2014
Von Oliver Gatz
Verkehrslärm verringern: Bei der geplanten Sanierung der Kreisstraße 74 in Lachtehausen soll nach dem Willen der Ortsrats-SPD Flüsterasphalt aufgetragen werden.  Quelle: Alex Sorokin
Altenhagen

Erst vor wenigen Jahren ist die Kreisstraße 74 in Lachtehausen erneuert worden. Jetzt soll die Fahrbahndecke zwischen dem Ortsteil und Altencelle im Sommer ein weiteres Mal saniert werden. Dies nimmt der SPD-Ortsratspolitiker Wolfgang Maurer zum Anlass, dieses Mal auf lärmmindernden Flüsterasphalt zu setzen.

Seinen Angaben zufolge hatte die frühere Straßenerneuerung zu erheblichen Lärmbelästigungen für die Anwohner der Straßen Am Försterbach, Im Bruhle und Finkenherd geführt. Der Unmut der Bürger entzündete sich nicht nur an dem ohnehin starken Verkehrsaufkommen in Lachtehausen, sondern auch an dem eingesetzten Baumaterial für die Deckschicht. Aus Kostengründen habe man damals auf Flüsterasphalt verzichtet. „Das war ein strapazierfähiger, gröberer Asphalt“, erläutert Ortsbürgermeisterin Gertrud Hachmöller (CDU).

Die SPD-Fraktion im Ortsrat will erreichen, dass dieses Mal die Bürger nicht das Nachsehen haben. Maurer und sein Fraktionskollege Jürgen Nolte fordern per Antrag die Stadt auf, beim Landkreis darauf hinzuwirken, dass bei der beabsichtigten Erneuerung der Fahrbahndecke in Lachtehausen bis zum Ortsschild Flüsterasphalt aufgetragen wird. „Daran sollte man rechtzeitig denken, wenn man saniert“, so Maurer.

Hachmöller hält den Antrag für überflüssig. „Wir sind für die Kreisstraßen gar nicht zuständig“, argumentiert die CDU-Politikerin. Maurer sieht das anders. Das Thema sei im Ortsrat gut aufgehoben, wenn es um die Interessen der Lachtehäuser gehe. Und die seien hier tangiert.

Ohnehin zweifelt Maurer die Wirtschaftlichkeit der geplanten Straßensanierung an. Nach dem Planfeststellungsbeschluss der Landesstraßenbaubehörde sei für den dritten Bauabschnitt der Ortsumgehung der Rückbau der Kreissttraße 74 vorgesehen, sagt der SPD-Politiker. Also erst die komplette Sanierung und dann der komplette Rückbau? „Das sind Fragen, die sich der Steuerzahler stellt“, so Maurer. Die müsste der Landkreis beantworten.

Im Gegensatz zu Maurer, der sich für eine andere Trasse bei der Ortsumgehung einsetzt, hält Hachmöller an der jetzt geplanten Streckenführung des Mittelteils fest. Sie sei die „einzig realisierbare“ Variante. Ansonsten würde mehr schützenswerter Raum zerstört. Dabei denkt der Ortsbürgermeisterin an den renaturierten Bereich der Lachte. „Außerdem möchte ich, dass ohne Verzögerung Altenhagen vom fließenden Verkehr entlastet wird“, fügt Hachmöller hinzu.

Sitzung des Ortsrates: Am Mittwoch, 7. Mai, befasst sich der Ortsrat Altenhagen, Bostel und Lachtehausen mit dem Thema. Die öffentliche Sitzung beginnt um 18 Uhr im Bosteler Gasthaus „Sohnemann“, Straßenkamp 4. Dabei geht es auch um Antworten der Verwaltung zu offenen Fragen des Ortsrates bezüglich des Hochwasserschutzes. Stichworte sind hier die Überprüfung des Rohrsystems der Regenwasserkanäle, insbesondere der Funktionstüchtigkeit des Rückstausystems zum Freitagsbach, und der bauliche Zustand der Schachtbauwerke. Es geht auch um das Erschließen zusätzlicher Retensionsflächen, die regelmäßige Räumung der Gewässer Lachte und Freitagsgraben und ein vorsorgliches Informationsblatt für die Bevölkerung. Letzteres soll nach dem Willen von Annegret Pfützner (Grüne) noch vor dem nächsten Hochwasser vorliegen. Mit Blick auf die Herstellung der Broschüre hat die stellvertretende Ortsbürgermeisterin die Verwaltung auch auf mögliche Fördergelder hingewiesen.