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Celle Ortsteile Kampf gegen Raser in Garßen: Kritik an FDP-Vorschlag
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Kampf gegen Raser in Garßen: Kritik an FDP-Vorschlag
14:20 20.03.2012
Von Oliver Gatz
An Tempo 30 im Garflener Riethkamp halten sich viele Autofahrer nicht. Eine von der FDP vorgeschlagene Rechts-vor-links-Regelung stˆflt auf Kritik. Quelle: nicht zugewiesen
Garßen

Es sei falsch zu glauben, dass dadurch die Autofahrer ihr Verhalten ändern werden, sagt Adomeit – zumal es auf einem 500 Meter langen Teilabschnitt dieser Straße gar keine Einmündungen gebe. „Eine Änderung der Vorfahrtsregelung würde eine Erhöhung der Unfallgefahr in den verschiedensten Abschnitten des Riethkampes nach sich ziehen", befürchtet der Garßener. Zudem hätte die angestrebte Regelung negative Auswirkungen auf den Fahrplan der CeBus. Vermutlich sei das Busunternehmen bei der Abstimmung zur Einführung der Tempo-30-Regelung ohnehin schon Kompromisse eingegangen, fügt der Ortsratspolitiker hinzu.

Adomeit räumt ein, dass das Schild in Höhe des Rewe-Marktes, das auf den Beginn der Tempo-30-Zone hinweist, etwas unglücklich platziert sei. „Autofahrer nehmen, nachdem sie in den Riethkamp eingebogen sind, dieses Schild oftmals gar nicht wahr, weil sie ihre ganze Aufmerksamkeit der Ausfahrt des Rewe-Parkplatzes und der ersten Straßeneinmündung schenken müssen", erläutert er. Adomeit schlägt vor, das Schild hinter die erste Straßeneinmündung an der Wittenbergstraße zu versetzen. „Dadurch ließe sich bestimmt eine Verbesserung der Situation erreichen."

Neuregelungen bedürften immer einer längeren Akzeptanzphase, sagt Adomeit. Sollte aber nach einer gewissen Schonzeit das Tempolimit weiterhin ignoriert werden, könnten Geschwindigkeitskontrollen wirksamer sein als die geforderten Maßnahmen. Ähnlich hatte Garßen Ortsbürgermeister Michael Bischoff (CDU) argumentiert: „Wir brauchen hier keinen blinden Aktionismus, sondern ein wenig Zeit und Geduld."