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Celle Ortsteile Kathy Kellys Stimme durchdringt Celler Kirchenschiff
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Kathy Kellys Stimme durchdringt Celler Kirchenschiff
09:54 08.05.2018
In der ausverkauften Kirche St. Hedwig wechselte Kathy Kelly zwischen Akkordeon, Gitarre und Geige. Der Volkschor Thalia unterstützte das Multitalent. Quelle: Doris Hennies
Celle-Heese

Zugegeben: Die beherzte Einstimmung „Schau auf die Welt“ – wohl-geschmettert aus rund 45 Kehlen unter der Leitung von Stephan Heib – erntete schon wohlwollenden Applaus. Dann aber kam sie, die nicht nur sich selbst, sondern auch ihren Clan für alle Fans repräsentiert – schon beim ersten Schritt zur Bühne aus den ersten Reihen von ohrenbetäubenden Beifallsbekundungen begleitet, die bis in das erste „We shall overcome“ hineinreichten.

Vom ersten Moment an beherrschte Kathy Kelly, der sympathische Star mit dem leicht gebrochenen Deutsch und der mächtigen Stimme, das Konzert – souverän und offensichtlich an die Begeisterungsstürme von Fans gewöhnt. Für etwa die Hälfte des Publikums galt letzteres nicht. Sie überraschte dieser Hype ebenso, wie die Tatsache, dass schon nach dem zweiten gemeinsamen Gospel „Swing Low, Sweet Chariot" der Chor den Rückzug antrat und nun Kathy Kelly und ihrem Begleiter am Synthesizer (Andy Recktenwald) für den „Rest“ bis zur Pause die Bühne überließ.

Die erfahrene Vollblut-Musikerin wusste, was treue Fans wünschen und griff erst einmal in die Family-Box mit „Who comes with me“, „Fell in Love with an Alien“ und „Nothing like Home“. Ballade wechselte mit Rock, Pop und Irish Folk und die multibegabte Künstlerin zwischen Akkordeon, Gitarre und Geige. Dabei durchdrang ihre kraftvolle Stimme, voll ausgesteuert, das gesamte Kirchenschiff – in den tieferen Lagen eher rauchig-jazzig, in den oberen Lagen klassisch ausgebildet, mit einem Touch von Oper. Großes Kino in jeder Höhe – vielleicht nicht immer perfekt im Ton, dafür aber überzeugend präsent, ambitioniert und authentisch – voller Leidenschaft, besonders bei ihren spanischen Songs.

Diejenigen, die sich vor allem auf das Zusammenspiel mit dem Volkschor Thalia gefreut hatten, kamen dann in der zweiten Hälfte voll auf ihre Kosten. Angewärmt von „Lili Marlen“ und „Für mich, soll's rote Rosen regnen“ kam es endlich zum erhofften Schulterschluss von Star und Chor. Nach der zweiten Zugabe – Brahms „Guten Abend, gute Nacht“ – ging dann auch das so unterschiedliche Publikum gemeinsam begeistert.

Von Doris Hennies

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