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Celle Ortsteile Kaum Chancen für Altstädter Schule Celle auf Fördermittel
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Kaum Chancen für Altstädter Schule Celle auf Fördermittel
17:10 06.11.2017
Von Gunther Meinrenken
Für die Stadt gibt es kaum Aussichten, die nicht abgerufenen Fördermittel für die Berger IBB für die Altstädter Schule einzuwerben. Quelle: Peter Müller (Archiv)
Celle

Zum großen Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019 möchte Celle mit dem Erbe des Architekten Otto Haesler national und international punkten. Als Prunkstück des Vertreters des Neuen Bauens zählt dabei die Altstädter Schule. Doch die muss nicht nur in Teilen wie etwa in der Turnhalle wieder in den Originalzustand zurückversetzt werden, sondern auch statische Probleme sind bei Untersuchungen zutage getreten. Auf insgesamt 6,8 Millionen Euro werden die Kosten für die Sanierung geschätzt.

Zweimal hatte sich die Stadt bereits in den Vorjahren erfolglos bei den "Nationalen Projekten" beworben, beim dritten Mal in diesem Jahr erhielt unter anderem die Berger IBB den Zuschlag, Celle wurde erneut nicht berücksichtigt. Mit der Absage der Berger Politik könnte sich nun wieder die Tür öffnen, denkt Stadtbaurat Ulrich Kinder. „Natürlich werde ich nochmal Kontakt zum Fördergeber, das heißt dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung aufnehmen. Dort werde ich nochmals um Fördermittel für unsere als Glasschule bekannte Altstädter Schule werben. Schließlich gilt es, das Erbe Otto Haeslers in unserer Stadt zu erhalten und zu pflegen“, sagt Kinder.

Doch die nicht abgerufenen Fördermittel für die IBB werden nicht neu verteilt. Das macht Christian Schlag vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, das das Förderprogramm begleitet, deutlich. Demnach habe eine Expertenjury 24 Vorhaben benannt, die in den Genuss einer Förderung kommen sollen. "Es wurden keine Nachrückerprojekte benannt, so dass im Falle eines Rückzugs von Bergen die Mittel nicht an ein zusätzliches Projekt fließen können", erklärt Schlag. Erst bei einer eventuellen Neuauflage des Programms im kommenden Jahr könne sich die Stadt wieder bewerben.

Das war Kinder bisher immer zu spät. Im nächsten Jahr sollen die Arbeiten an der Altstädter Schule eigentlich losgehen. Auf der Prioritätenliste ganz oben steht die Turnhalle. Die Kosten liegen bei 700.000 Euro. 100.000 Euro hat die Stadt schon über die Wüstenrot-Stiftung eingeworben.