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Celle Ortsteile Kiefer bleibt vorerst "Brotbaum" im Celler Land
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Kiefer bleibt vorerst "Brotbaum" im Celler Land
16:55 15.06.2012
Hermann Spellmann (Mitte) machte dem Vorsitzenden der - Forstbetriebsgemeinschaft Celler Land, Hans-Heinrich Gudehus (links) und Gesch‰ftsf¸hrer Volker Schulte Mut f¸r die Bew‰ltigung der Zukunftsaufgaben. Quelle: Lothar H. Bluhm
Groß Hehlen

GROSS HEHLEN. Mit einer Reihe von Expertenaussagen wagte sie Rückblick und Ausblick zugleich. Vorsitzender Hans-Heinrich Gudehus betonte den bedeutenden Wirtschaftsfaktor der Forstwirtschaft. Immer mehr gelte es, den Spagat zwischen Forst und Natur- und Landschaftspflege zu bewältigen. Und Geschäftsführer Volker Schulte mahnte, dass der Wald nicht überfordert werden dürfe: „Der Wald als Multitalent kann alles – aber nicht für alle.“

Die Kiefer bleibe vorerst „Brotbaum“ im Celler Land, stellte Hermann Spellmann in seinem Vortrag zur Bewirtschaftung von Privatwäldern fest. Ein sorgsamer Umgang mit den Vorräten, gestaffelte Durchforstungen, die Beachtung der Flächenproduktivität und differenzierte Endnutzungskonzepte seien daher geboten.

Die steigende Rohholznachfrage, der Klimawandel und wachsende Ansprüche an den Wald stellen Waldbesitzer und Privatwaldbetreuung vor neue Herausforderungen. Hinzu käme, dass die standörtliche Ausstattung und der Waldaufbau die waldbaulichen Handlungsspielräume erheblich einschränken, so Spellmann. Dazu gehöre auch, dass die so genannten Vollbaumnutzungen nur bei strenger Beachtung der standörtlichen Restriktionen vertretbar sind.

„Durch einen standortgemäßen Waldumbau lassen sich die Risiken senken, die Produktivität erhöhen und die Rentabilität der Forstbetriebe verbessern“, ermunterte Spellmann die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft, den Empfehlungen der Versuchsanstalt Gehör zu geben. Immerhin sei die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt eine gemeinsame Forschungseinrichtung und Dienststelle der Länder Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein auf der Grundlage eines Staatsvertrages. „Die Versuchsanstalt betreibt praxisnahe forstliche Forschung und berät in den beteiligten Ländern Waldbesitzer, Forstbetriebe, Verwaltungen und die Politik.“ So könnten engagierte Waldbesitzer, leistungsfähige Forstbetriebsgemeinschaften und qualifiziertes Forstpersonal die 75 Jahre andauernde Erfolgsgeschichte fortschreiben.

Von Lothar H. Bluhm