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Celle Ortsteile Klein Hehlen: Frauen kämpfen um ihren Schlecker
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Klein Hehlen: Frauen kämpfen um ihren Schlecker
16:48 09.03.2012
Von Christoph Zimmer
Aktionstag vor Schlecker-Filiale in Klein Hehlen Quelle: Peter M¸ller
Klein Hehlen

KLEIN HEHLEN. "Nach den vielen schlechten Nachrichten wollten wir ein Zeichen setzen", sagt die Betriebsratsvorsitzende Michaela Krappig. Die beste Nachricht hatte sie selbst übermittelt. "Donnerstagabend habe ich es schriftlich bekommen, dass die Filiale vorerst icht geschlossen wird." Das gelte übrigens auch für die Filiale in Eschede, die einzigen Märkte, die in der Region nach den ersten Schließungen übrig geblieben sind.

Ihr sei ein Stein vom Herzen gefallen, sagt Heidi Klose, die halbtags in dem Drogeriemarkt arbeitet. "Wir sind alle wirklich erleichtert." Die Regale sind wieder voll, die Ware wird pünktlich geliefert. Ganz beruhigt sind sie und ihre Kolleginnen aber noch nicht. "Wir sind weiter in Lauerstellung", sagt Klose. Bis Ende März sollen die ersten Kündigungen gegen Mitarbeiter von Schlecker ausgesprochen werden. "Der Einschnitt ist notwendig, aber es wird auch harte Entscheidungen geben", ist sich die Betriebsrätin sicher. Auch in Eschede und Klein Hehlen.

Die baden-württembergische Landesregierung wird sich derweil beim Bund für ein KfW-Darlehen für die insolvente Drogeriekette Schlecker stark machen. Das teilte das Finanz- und Wirtschaftsministerium gestern in Stuttgart mit. Dem Vernehmen nach geht es um ein Volumen von 70 bis 75 Millionen Euro, mit der Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz eine Transfergesellschaft für die rund 12.000 Mitarbeiterinnen der Kette finanzieren könnte, die ihre Arbeitsplätze verlieren sollen.