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Celle Ortsteile Kleinen Kranken ein Lachen schenken
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Kleinen Kranken ein Lachen schenken
16:06 21.12.2011
Fanny (Beate Brennecke-Kˆhler, links) und Petronella (Anke K¸pper) sind Clinic-Clowns aus Leidenschaft. Edina (11 Jahre) ist begeistert. Quelle: Gert Neumann
Celle

CELLE. Heute bereiten sich die Clowns „Petronella“ und „Fanny“ auf ihren Auftritt vor. „Babalotta“ steht als Reserve bereit. „Petronella“ und „Fanny“ sind selbständig tätige Clowns. Ihr Wirkungsfeld ist unter anderem die Kinderabteilung des Allgemeinen Krankenhauses Celle (AKH). Um 10 Uhr haben sie sich die beiden äußerlich völlig verändert.

Bunt gekleidet sind sie. Fanny hat eine ganz besondere Mütze aufgestülpt, eine, die Weihnachtslieder spielen und wackeln kann. Das ist auf Anhieb der Lacher bei allen Kindern. Auch die elfjährige Patientin Edina, die im Spielzimmer Beschäftigung gegen die Langeweile und Abwechslung suchte, blühte auf. Als die beiden Clowns dann auch noch ein Tänzchen wagten, war das Eis völlig gebrochen.

Wie man „Clinik Clown wird“? „Wir wurden drei Jahre lang bei „Clinic Clowns Hannover e.V.“ ausgebildet“, sagt Petronella, deren Markenzeichen zwei frech zur Seite stehende Haarspitzen sind. „Wir könnten auch in einem Zirkus auftreten, wollen das aber nicht. Ganz bewusst haben wir uns für eine Arbeit entschieden, die unseren eigenen Fantasien nachspürt und den Schwächsten unter denen, die der Hilfe bedürfen zukommt.“

„Wir leben in einer Fantasiewelt zwischen Spiel und Wirklichkeit. Das entspricht unseren kindlichen Träumen. Das Lustige liegt in uns, die Clowns-Schule hat es heraus gekitzelt. Mit der äußeren Verwandlung verwandeln wir uns auch innerlich zurück bis auf den Kern. Richtig angezogen sind wir allerdings erst mit roter Nase. Sie ist die kleinste Maske der Welt“, sagt Fanny und lächelt in sich hinein,

Schon als sehr kreatives Kind schwebte ihr ein Clownsleben vor.

Bevor sich das Clownsduo zu den Kindern begibt, wird bei den Ärzten und Schwestern angeklopft. „Dürfen wir hereinkommen?“, so auch die Frage an die Kinder. Wenn diese es nicht möchten, dann versuchen wir es am nächsten Montag neu, respektieren aber jedes „Nein“.

Von Gert Neumann