Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Ortsteile Kochduell in Altenhagen Gymnasiasten aus Lachendorf bereiten sich für Schülerkochpokal vor
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Kochduell in Altenhagen Gymnasiasten aus Lachendorf bereiten sich für Schülerkochpokal vor
17:33 17.01.2014
Von Christoph Zimmer
Chefjuror Jens Stumpf (rechts) berät die Kochmützen Teresa Hoffmann, Leonie Jakob, Ciara de Groot - und Pia Tabea Wurbel (von links) bei der Zubereitung - der ihrer drei Gänge für den Schülerkochpokal. Quelle: Benjamin Westhoff
Altenhagen

Ciara de Groot musste nur noch die Teigtaschen auf den Tellern zurechtlegen, dann konnte serviert werden: deftige Crêpes mit Schinken und Käse auf einem Salatbett als Vorspeise, Geschnetzeltes mit hausgemachten Schupfnudeln als Hauptspeise und süße Teigtaschen als Dessert. „Wenn man selber kocht, schmeckt es einfach viel besser“, sagte die zehn Jahre alte Schülerin des Immanuel-Kant-Gymnasiums aus Lachendorf. Nur selber essen durfte sie die drei Gänge der Gruppe Kochmützen nicht – sie waren für die Jury des Schülerkochpokals vorgesehen.

In der ersten Runde des Schülerkochpokals trat die Gruppe beim Probekochen gegen die Crazy Girls vom Gymnasium in Lachendorf in der Lehrküche der Albrecht-Thaer-Schule in Altenhagen an. Für die Juroren bereitete sie Teigtaschen als Vorspeise, Spätzle mit Frikadellen und Gurkensalat als Hauptspeise und Schmarn mit selbstgemachtem Apfelmus als Nachtisch zu. Bewertet wurden die Menüs unter anderem von Jens Stumpf vom Verein der Köche aus Celle. „Es darf gerne fröhlich zugehen, Kochen soll Spaß machen“, sagte Stumpf. Er gab den Schülern wichtige Hinweise und war von den Gängen der Gruppen äußerst angetan. Die einzige Vorgabe für die Schüler: alles aus Teig, herzhaft und süß. Beim diesjährigen Schülerkochpokal gehen insgesamt 135 Schülerteams der Sekundarstufe eins an den Start, sechs davon aus Niedersachsen. In der zweiten Runde des bundesweiten Wettbewerbs im Februar in Soltau kochen die beiden Gruppen aus Lachendorf um den Einzug in die nächste Runde.

Die jeweiligen Rezepte haben sich die Schüler gemeinsam ausgesucht. „Wir wollten das machen, was uns selber schmeckt“, sagte die elfjährige Julia Günter von den Crazy Girls. Da waren Familienrezepte und Eigenkreationen dabei. „Es macht riesig Spaß. Auch zu Hause koche ich jetzt ab und zu“, meinte die ebenfalls elf Jahre alte Emily Germershausen. „Es ist ein schönes Gefühl, wenn man sieht, was dabei herauskommt“, ergänzte Teresa Hoffmann von den Kochmützen. „Außerdem wissen wir, was für Zutaten da drin sind. Und es ist gesund.“

Inga-Maria Kühn begleitete die Schüler bei dem Projekt. „Die Schüler sollen wissen, dass es nicht nur Fertigsuppen und Tiefkühlpizzen gibt“, sagte die Lehrerin. „Wenn sie sehen, was sie aus Mehl, Zucker und Wasser alles machen können, ist das ein schönes Erfolgserlebnis. Und es schmeckt.“ Davon überzeugten sich die Juroren.