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Celle Ortsteile Konfliktstoff: SPD warnt Groß Hehlener
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Konfliktstoff: SPD warnt Groß Hehlener
15:05 27.02.2012
Von Michael Ende
Groß Hehlen

GROSS HEHLEN. Dass am Ende der Planung für eine B3-Ortsumgehung für Groß Hehlen eine möglichst anwohnerschonende Trasse stehen soll, darüber dürfte Einigkeit herrschen. In der Diskussion über den Weg dorthin wird jetzt allerdings der Ton schärfer. So macht die Celler SPD den Bürgern, die lautstark gegen rund 150 Meter an die Wohnbebauung geplante "Achse 20" protestieren, nun einen Vorwurf, der ganz besonders Günter Marquardt, Sprecher der "Bürgergemeinschaft Ostumgehung Groß Hehlen" nicht schmecken dürfte - denn Marquardt ist ehemaliger Richter am Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen. Ihm und seinen Mitstreitern hält SPD-Ratsherr Jens Rejmann vor: "Es ist nicht nur ein Irrtum, sondern rechtswidrig, wenn Minister Bode dazu aufgefordert wird, bei seiner nachgeordneten Behörde gegen eine bürgerfeindliche Trasse vorab zu intervenieren, wie es der Sprecher der Interessengemeinschaft, Herr Marquardt, gefordert hat."

Die SPD-Mitglieder aus dem Ortsrat und dem Stadtrat sind seien mit dem hiesigen SPD-Landtagsabgeordneten Rolf Meyer einig, so Rejmann zum "Konfliktstoff" in Celles Norden: "Die Findung einer geeigneten Trassenlinie für die Ostumgehung Groß Hehlen muss ökologischen und den berechtigten Belangen der Menschen gerecht werden." Die SPD setze sich für eine "anwohnerverträgliche und ökologisch sachgerechte Lösung" ein, so Rejmann: "Die Entwurfsplanung ist von der zuständigen Strassenbauverwaltung zügig zu erarbeiten , transparent darzustellen und mit den Betroffenen ausführlich und ergebnisoffen zu beraten."

Mit so viel Ergebnisoffenheit ist Marquardt nicht einverstanden. Er begrüßt, dass Ortsbürgermeister Axel Fuchs (CDU) während der jüngsten Ortsratssitzung bekräftigt habe, die Celler CDU-Politiker auf städtischer sowie auf Landes- und Bundesebene würden den Kampf der Groß Hehlener Bürger gegen die "Achse 20" nach Kräften" unterstützen. Marquardt wehrt sich gegen Meyers Ansicht, dass keine Trasse von vornherein ausgeschlossen werden dürfte: "Darüber würden sich die betroffenen aber sehr freuen."

Marquardt bezweifelt, dass die "Achse 20" als eine unter vielen gleichrangigen Varianten in die Trassen-Findung eingeführt worden sei. Er hegt den "Verdacht, dass die später eingeführten Achsen 21 bis 23 nur dazu dienen, eine umfangreiche Prüfung zu suggerieren. Sichtbare Vermessungszeichen können bislang nur für die Achse 20 örtlich festgestellt werden."