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Celle Ortsteile Kürzere Wartezeiten in Notaufnahme
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Kürzere Wartezeiten in Notaufnahme
15:38 02.12.2011
Von Christoph Zimmer
Umbau und Umstrukturierung der Notaufnahme mit Dr. Ewald H¸ls Quelle: Peter M¸ller
Celle

Dr. Ewald Hüls steht vor dem großen Flachbildfernseher im Flur der Notaufnahme, auf dem alle aktuell aufgenommenen Patienten elektronisch erfasst sind. Auf dem Bildschirm kann der Leiter der Notfallambulanz des Allgemeinen Krankenhauses Celle ablesen, welchen Behandlungs-, Funktions- und Warteräumen sie zugewiesen sind. Außerdem werden fertige Laborbefunde und Röntgenaufträge angezeigt. „So behalten wir stets die Übersicht und können effizient die Abläufe in der zentralen Notaufnahme steuern.“ Bisher wurden die Patientendaten auf Zetteln festgehalten – handschriftlich. Von der erwarteten Verkürzung der Wartezeiten sollen vor allem sie profitieren, die Patienten.

Mit der elektronischen Patientensteuerung, einem neuen Raumkonzept und einer gezielten Renovierung hat das Allgemeine Krankenhaus Celle auf die gestiegene Inanspruchnahme der zentralen Notaufnahme reagiert. Vor zwei Jahren wurden hier durchschnittlich 70 Patienten pro Tag behandelt, heute sind es schon 104, also knapp 38000 Notfälle im Jahr. „Darauf wollen und müssen wir vorbereitet sein“, sagt Hüls, „das Krankenhaus hat seine Pforten schließlich immer geöffnet.“ Aus diesem Grund wurden acht neue Behandlungsplätze geschaffen, die auch für spezielle Fälle wie Herzinfarkte und Infektisolationen genutzt werden. „Dadurch können wir mehr Patienten gleichzeitig behandeln“, begründet Hüls die Maßnahmen. Angesichts des deutlichen Anstiegs der Notfallpatienten seien die Veränderungen dringend erforderlich gewesen.

In der Vergangenheit sei es immer wieder vorgekommen, dass Patienten sechs, sieben, acht acht Stunden gewartet haben, bis sie die Notaufnahme verlassen konnten - wegen des Raumengpasses. Damit soll nun Schluss sein, die Verweildauer in Zukunft nicht länger als vier Stunden betragen. Was dieses ehrgeizige Ziel angeht, habe die Erweiterung der Räumlichkeiten „bereits positive Wirkung gezeigt“, sagt Hüls. Ausgenommen sind Situationen, in denen Schwerverletzte versorgt werden müssen oder zu viele Patienten gleichzeitig in die Notaufnahme kommen.

Die Arbeitsabläufe werden außerdem durch die Anpassung der Dienstzeiten des Pflegepersonals verbessert. „Wir wollen präsent sein, wenn die meistern Patienten kommen“, sagt Hüls. Darüber hinaus soll das medizinische Personal entlastet werden, was beispielsweise Aufgaben wie Blutprobentransporte in die Labore angeht. „Ärzte und Pflegepersonal sollen mehr Zeit für ihre Patienten haben.“