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Celle Ortsteile Kultur im Zelt "hat sich gelohnt"
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Kultur im Zelt "hat sich gelohnt"
08:41 12.09.2017
Von Gunther Meinrenken
Quelle: Kai Thomsen, Geschäftsführer CD-Kaserne
Celle

Thomsen hatte im Vorfeld vier Kriterien ausgemacht, an denen sich das neue Format messen lassen müsse. Zum einen der Veranstaltungsort: "Die Location war einmal etwas ganz anderes, die Künstler und die Darbietungen, die wir ausgewählt haben, haben da super reingepasst. Das haben uns auch die Künstler bestätigt. Sie waren begeistert von der besonderen Atmosphäre. Der Zeltcharakter hat vielen sehr gut gefallen."

Zum anderen sollte "Kultur im Zelt" den Mietern und Nutzern der CD-Kaserne wie Musicalikone Nick Lloyd oder der Trommelakademie eine Plattform geben, sich zu präsentieren. "Das hat sich auf jeden Fall gelohnt. Allein deswegen müsste man dieses Format noch einmal anbieten", so Thomsen.

Mit dem Publikumszuspruch war der Geschäftsführer der CD-Kaserne sehr zufrieden. "Es gab Veranstaltungen, da ist das Zelt aus allen Nähten geplatzt wie beim Poetry-Slam, den CD-Kasernenpiraten oder auch der Raupe Nimmersatt. Auch bei einigen Comedians war es brechend voll. Diese Auftritte hätten wir auch in Halle 16 machen können." Die Zuschauerzahlen seien zwar nicht ausschlaggebend gewesen, da die Kosten des neuen Formats durch Sponsoren abgedeckt gewesen sei, aber der Zuspruch freute Thomsen dennoch. "Einige Veranstaltungen waren zwar nicht ganz so gut besucht, haben aber gezeigt, dass sie auch mit 30 Leuten gut funktioniert haben."

Wichtiger Punkt: Thomsen wollte ausprobieren, ob es funktioniert, wenn man den Cellern Künstler präsentiert, die auf ihrem Weg nach oben sind und eben noch nicht etabliert. "Normalerweise klappt das nur in größeren Städten", meinte Thomsen, der "Kultur im Zelt" hierbei für einen guten Ansatz hält. Hier lasse sich in der Zukunft bestimmt gemeinsam mit dem Publikum noch einiges entwickeln.

Insgesamt war für Thomsen "Kultur im Zelt" eine runde Sache. "Wir werden es auf jeden Fall noch einmal machen", erklärte er. Für eine Neuauflage würden natürlich Gespräche mit den Sponsoren geführt. Und eine Baustelle hat Thomsen für eine Wiederholung des Kleinkunstfestivals im Zelt schon ausgemacht: die Preisgestaltung. "Teilweise 20 Euro Eintritt für Künstler, die noch nicht so bekannt sind, waren möglicherweise etwas zu viel." Vielleicht könne man ein Konzept entwickeln, bei dem es einen Einheitspreis gibt, etwa 10 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder", so Thomsen, der mit seinem Team ja nun zwei Jahre Zeit hat, an dem Format herumzufeilen.