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Celle Ortsteile Kursus in Celle: "Eigenen Genesungsweg aktiv angehen"
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Kursus in Celle: "Eigenen Genesungsweg aktiv angehen"
04:51 20.02.2018
Quelle: Oliver Knoblich
Westercelle

„Wir wollen die betroffenen Menschen stärken ihren eigenen Genesungsweg aktiv anzugehen, und dass sie dabei soweit wie möglich ihren normalen Aktivitäten nachgehen können“, sagt Saß. Um diesen Menschen den Umgang mit körperlichen und emotionalen Höhen und Tiefen zu erleichtern, zeigt der Selbstmanagement-Kursus neue Wege und Methoden auf, um aktiv mit der Erkrankung umzugehen. "So lassen sich auch Folgeerkrankungen vermeiden", gibt die Pflegewirtin an. Über sechs Wochen geht der kostenlose Kursus und nimmt dabei Themen wie Vorbereitung auf Arztbesuche, mit Medikamente leben, Bewegungsprogramme oder gesunde Ernährung in den Fokus. „Es werden immer kleine Motivationsziele erarbeitet – und sei es nur ein Vorhaben, wie öfter zu Fuß zum Bäcker zu gehen“, sagt die Geschäftsführerin. Durch kleine Übungen, die in die jeweiligen Kursus-Module eingebaut werden, seien die individuellen Triumphe deutlich sichtbar. „Es werden Erfolge geplant – und nicht Misserfolge“, betont Saß.

Eine besondere Stärke des Programms liegt auch der Betreuung der Gruppe. Denn diese wird von zwei ausgebildeten Kursleitern im Tandem geleitet. „Mindestens eine dieser Personen ist direkt oder indirekt von einer chronischen Erkrankung betroffen“, sagt die Pflegewirtin. Interessierte können sich sogar zu Trainer ausbilden lassen. Da das Kooperationsprojekt mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) von der Robert-Bosch-Stiftung und der Barmer gefördert wird, werden die Weiterbildungskosten zum Kursleiter übernommen.

Werner Gläser läuft und läuft und läuft und wird abrupt von einem Zaun gestoppt. Gläser ist sehbehindert, vertritt in Celle die Interessen der Blinden. Für die CZ hat er demonstriert, was derzeit passiert, wenn Sehbehinderte mit ihrem Blindenstock am Kreisel Hafenstraße unterwegs sind. Über das taktile Leitsystem am Boden werden sie zum Zebrastreifen geführt. Doch den hat die Stadt jüngst mit Metallzäunen abgesperrt, der Zebrastreifen wurde abgefräst. Gläsers Urteil: "Blinden und sehbehinderten Personen eine sichere Querung über eine stark befahrene, gefährliche Straße zu signalisieren und sie dann gegen einen Zaun laufen und dort stehen zu lassen, ist schlicht behindertenfeindlich und menschenverachtend."

Gunther Meinrenken 20.02.2018

Wessen Grundstück an einer öffentlichen Straße liegt, die grunderneuert werden soll, den können die dann fälligen Straßenausbaubeiträge im schlimmsten Fall in den Ruin treiben. Dies ist ein Grund, warum die Gemeinde Winsen jüngst beschloss, die Investitionen für die Straßensanierungen künftig nicht mehr von den direkten Anliegern einzutreiben, sondern über eine Erhöhung der Grundsteuer B auf alle Bürger umzulegen. Die Stadt möchte allerdings erst einmal abwarten, wie Stadtbaurat Ulrich Kinder in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses mitteilte.

Gunther Meinrenken 19.02.2018

Feuer schafft ein heimeliges Ambiente. Wer dafür nicht gleich den Kaminofen anwerfen oder ein paar Dutzend Kerzen anzünden möchte, findet bei Diego Drescher von "Feuerflair" eine Alternative. Der Kunsthandwerker aus Heemsen bei Nienburg hat beim "Handgemacht"-Markt in der CD-Kaserne seine in Obernkirchener Sandstein eingelassene Tornadoflamme, die für Haus und Garten geeignet sein soll, präsentiert. "Tornadoflamme, weil die Flamme sich so schön hochschraubt", beschrieb Drescher den Effekt seiner Objekte.

Gunther Meinrenken 19.02.2018