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Celle Ortsteile Lärmschutzwall: Im Oktober geht’s los
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Lärmschutzwall: Im Oktober geht’s los
15:18 26.08.2010
Von Oliver Gatz
Mit einem etwa drei Meter hohen Wall sollen die Anwohner am Wilhlem-Heinichen-Ring in Klein Hehlen vor Lärm geschützt werden. Quelle: nicht zugewiesen
Klein Hehlen

KLEIN HEHLEN. Die Lärmbelastung der Anwohner am Wilhelm-Heinichen-Ring in Klein Hehlen ist groß: Auf der breit ausgebauten Straße herrscht täglich dichter Schwerlast- und Autoverkehr. Bald dürfte sich die Lage für die Bürger bessern. Am Mittwoch stellte Jens Hanssen, städtischer Fachbereichsleiter Straßen, Verkehr und öffentliche Einrichtungen, im Ortsrat die Pläne zum Bau eines Lärmschutzwalls vor. Rund 20 Bürger kamen zur Sitzung in Lehmanns Scheune.

Hanssens Angaben zufolge wird sich der Wall auf der westlichen Seite von der Witzlebenstraße bis zur Winsener Straße hinziehen. Durchlässe sind hier nicht geplant. Auf der östlichen Seite ist vorgesehen, den Wall von der Haydnstraße bis zum Gelände der Firma RPC Packaging zu errichten. Auf dieser Seite des Wilhelm-Heinichen-Rings existiert bereits eine privat hergerichtete Aufschüttung. Diese wird von dem neuem Wall ergänzt. Ein Durchgang soll es in Höhe der Händelstraße geben.

Der Wall wird im Schnitt drei Meter hoch und etwa zehn bis zwölf Meter breit sein. Zur Straßenseite fällt er steiler ab, zur Wohnbebauung hin flacher. „Während der Baumaßnahme muss man mit Behinderungen und Beeinträchtigungen rechnen“, kündigte Hanssen an. Die Verwaltung versuche aber, den Baustellenverkehr auf dem Wilhelm-Heinichen-Ring so weit wie möglich zu vermeiden.

Die Aufschüttung besteht im Kern aus Sand, der aus der südlich angrenzenden Allerniederung gewonnen wird. Darauf kommt eine etwa 30 Zentimeter dicke Schicht Oberboden, damit dort Sträucher und Gehölze gedeihen können. Was genau den Wall zieren wird, ist noch offen. Ortsbürgermeister Klaus Didschies (CDU) regte an, bei der Begrünung den Ortsrat und die Vorschläge von Bürgern miteinzubeziehen.

Der Wall ist Teil des Lärmaktionsplanes der Stadt und wird mit Mitteln aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung gefördert. Damit die Förderung in Anspruch genommen werden kann, ist ein zügiger Baubeginn erforderlich. Dieser wird für Mitte Oktober angepeilt.

Hanssen wies darauf hin, dass mit dem Wall bei Tempo 50 eine Lärmreduzierung von vier bis sechs Dezibel erreicht werden kann. Ab drei Dezibel verringere sich der gefühlte Lärm um 50 Prozent. Bei Tempo 70 sei die Lärmbelastung höher. „Der positive Effekt halbiert sich dabei fast“, führte der Fachbereichsleiter aus. Daraufhin schlug Bürgermeister Didschies vor, Tempo 50 auch nach Ende der Bauarbeiten beizubehalten und nicht zu Tempo 70 zurückzukehren. Einstimmig folgte der Ortsrat seiner Empfehlung.

Im Frühjahr waren bereits Bäume auf der westlichen Seite des Wilhelm-Heinichen-Rings abgeholzt worden, um Platz für den Wall zu schaffen.