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Celle Ortsteile Leben und feiern rund um den Turm
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Leben und feiern rund um den Turm
16:37 12.06.2017
Das Angebot einer Führung über den Neuenhäuser Friedhof erfreute sich ebenso großer Resonanz wie die offerierten Turmbesteigungen. Quelle: Alex Sorokin
Celle

NEUENHÄUSEN. „Einmal bei Beerdigungen, zweimal bei Hochzeiten“, ergänzt Carsten Gröticke. Auch er weiß, wovon er spricht, denn er arbeitet zu Füßen des Begleiters der im Jahr 1751 erbauten Kirche. Beide Männer haben sich entschieden, das Angebot einer Turmführung, das ebenso wie der Rundgang über den Friedhof Teil des Festprogramms ist, wahrzunehmen. „Ist die Treppe auch noch sicher?“, lautet eine Frage aus der großen Besuchergruppe, die angesichts einer sehr steilen Holztreppe, an der kein Weg vorbeiführt, um einen Blick auf das Innere der Turmuhr aus dem Jahr 1920 zu werfen, aufkommt. Nachdem auch die Frage, „Wo werden die Sekunden gemacht?“, zur Zufriedenheit aller Interessierten beantwortet wurde, geht es an den Abstieg, der weniger von der Sorge um die Sicherheit als vielmehr um den Bestand des Kuchenbuffets begleitet wird.

Das Ensemble der Gemeindehäuser direkt gegenüber dem Gotteshaus liefert die ideale Kulisse für das „schöne Beisammensein“, wie Gerlinde Temeschinko es nennt. Ein Highlight des Gemeindeareals, das zum Auftakt am Vormittag im Mittelpunkt des Taufgottesdienstes unter freiem Himmel stand, kann auf dem Weg zum Buffet in Augenschein genommen werden. „Die Kinder an diesem Brunnen zu taufen, das ist immer etwas Besonderes“, erläutert Pastorin Carola Beuermann.

Esther Avsar ist in Sachen Kirchenarbeit eine Expertin, sie ist aus der Heese herübergekommen, engagiert sich in der Paulusgemeinde und besucht abwechselnd die Kreuz-, Neuenhäuser und Pauluskirche. Ihr Urteil fällt so eindeutig aus wie die auf dem Turm gewonnene Erkenntnis, dass die Uhr bis auf zehn Sekunden Verlust in der Woche stimme: „Das war ein sehr guter, abwechslungsreicher Gottesdienst und ein sehr gelungenes Fest.“

Von Anke Schlicht