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Celle Ortsteile Lehrer-Notstand: 65-jähriger Celler steigt wieder ein
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Lehrer-Notstand: 65-jähriger Celler steigt wieder ein
17:44 02.02.2018
Quelle: David Borghoff
Celle-Heese

Seine Schüler liegen dem Pädagogen am Herzen. Seit einem Jahr unterrichtet er Kinder mit Förderbedarf an der Schule in der Heese. "Es war die richtige Entscheidung", hält er fest. Vorher unterrichtete er an einem Gymnasium in Soltau. Damals führte er Jugendliche in Wirtschaft, Politik und Sport zum Abitur. Heute steht er in seinen Klassen vor sieben bis zehn Schülern – manche mit einer schweren körperlichen Behinderung, manche psychologisch traumatisiert. "Natürlich muss ich mich noch daran gewöhnen", sagt der 65-Jährige, "man arbeitet auf einer anderen Ebene miteinander."

Doch genau diese "persönliche Beziehung" zu den Schülern mache die Arbeit an der Förderschule aus. Als Lehrer erlebe er dort jeden kleinen Fortschritt. Gerade erst sei ein Schwimmprojekt gestartet worden. "Drei Schüler haben ihr Goldabzeichen geschafft", verkündet der 65-Jährige stolz. Es sind diese Erfolge, die ihn immer weiter antreiben. Im Sportunterricht bezieht der Pädagoge jeden Schüler ein. "Es geht nicht um sportliche Leistung, nicht um Zensuren, sondern darum, den Schülern Mut zuzusprechen, neue Dinge auszuprobieren." Das Miteinander von Lehrern und Schülern habe sich zuletzt bei einem Turnier mit Rollstuhl-Parcours gezeigt.

"Die Ausstattung der Paul-Klee-Schule ist optimal auf die individuellen Bedürfnisse der Schüler angepasst", findet Pilz, und sei nicht vergleichbar mit den Voraussetzungen, unter denen er vorher unterrichten musste. Auch die Betreuungssituation bewertet er positiv. Mit einer Lehrkraft, einem pädagogischen Mitarbeiter und einem Lernbegleiter werde den Schüler mit Handicap jegliche Form der Unterstützung zugesichert. "Es gibt diese Situationen, in denen ein Schüler von einem Reiz angetriggert wird und einfach wegläuft. Da frage ich mich: Was macht man in diesen Situationen?", räumt Pilz ein. Doch er fühle sich nie alleingelassen, da es einen direkten kollegialen Austausch gebe.

Bevor der Celler vor einigen Jahren in den Schuldienst eingestiegen ist, hat er etwas anderes gemacht. 20 Jahre hat er bei Siemens gearbeitet. Dort habe er Beschäftigte in der EDV geschult. "So ganz konnte ich das Pädagogische also nicht weglassen", merkt Pilz an. Doch die kritischen Jobaussichten bewogen ihn, noch einmal den Schritt in die Schule zu wagen. "Ich habe Lehramt studiert und auch mein Referendariat gemacht", sagt Pilz. Doch in den 1980er Jahre sei die Arbeitslage für Lehrer noch ganz anders gewesen. "Lediglich zehn Prozent der Absolventen haben im Anschluss einen Job gefunden." Heute zeige sich ein anderes Bild: Den Lehrer-Engpass bekommt auch die Paul-Klee-Schule zu spüren. "Eigentlich wäre ich schon in Rente", sagt der 65-Jährige. Doch statt zu Hause zu sitzen, will Pilz lieber weiterhin "seine Schüler" unterrichten.

Entstanden ist die Idee am Yin-Yang-Tisch im Rio's. "Wir saßen da und haben uns gefragt, wie es nach dem Ende der Kneipe jetzt weitergehen soll", erzählen Jérôme Zahn und Mika Wickinger. Es fehle eine neue Lokalität für die Celler Jugend, lautete das Resümee der beiden jungen Männer. "Diese Lücke wollen wir jetzt schließen", sagt Zahn, der Jura an der Uni in Hannover studiert. Im Frühjahr will das Gründer-Duo einen neuen Treffpunkt für Jugendliche an der Schuhstraße eröffnen: die Cocktail- und Tanzbar "Exit".

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