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Celle Ortsteile Linerhaus sieht sich gut aufgestellt
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Linerhaus sieht sich gut aufgestellt
17:18 03.05.2018
Quelle: David Borghoff
Celle

Herr Röttger, eine Einarbeitungszeit in Ihren neuen Aufgabenbereich benötigen Sie nicht. Sie sind schon seit 26 Jahren bei der Stiftung Linerhaus.

Das ist richtig. Ich bin damals als pädagogischer Leiter hierher gekommen, um das Konzept für die ganzheitliche Betreuung unseres MS-Heims weiter zu entwickeln. Außerdem haben wir die Jugendhilfe auf neue Beine gestellt. Es ging darum, weg von reiner Tagesgruppenarbeit auf dem Stiftungsgelände die Jugendhilfe mit flexiblen Angeboten in die Stadtteile zu bringen. Daraus sind in Celle viele Stadtteilprojekte entstanden wie die Windmühle, die Alte Molkerei oder auch die Alte Schmiede. Letztlich ist daraus auch das Konzept des Sozialraumbudgets entstanden, das heute noch bundesweit Beachtung findet. In dieser Zeit war ich eher zuständig für Personal und Konzepte und Gerhard Ney für den wirtschaftlichen Part.

Wie betrachten Sie die Zukunftsperspektiven der Einrichtung?

Die Stiftung Linerhaus ist insgesamt gut aufgestellt. Wir gehen beruhigt und gut vorbereitet in die nächsten Jahren. Wir sind aber auch wachsam genug, um bei aktuellen Entwicklungen am Ball zu bleiben. Viele Dinge sind im Fluss wie zum Beispiel bei der Inklusion.

Stichwort Schulbegleitungen. Die Kommunen beklagen, dass die Einzelfallhilfen Überhand genommen haben und die Etats mit Millionenbeträgen belasten. Sind Doppelbegleitungen eine Lösung?

Es stimmt, der Bereich ist gewachsen. Wenn es möglich ist, dass sich ein Schulbegleiter noch um ein zweites oder drittes Kind kümmern kann, sind wir dabei und wir haben auch einige Doppelbegleitungen. Aber diese so genannte Poollösung ist nicht so einfach wie gedacht. Oft sitzen die Kinder in verschiedenen Klassen oder Jahrgangsstufen und die Kinder haben unterschiedliche Betreuungsbedarfe, so dass der Schulbegleiter mehreren Kindern nicht mehr gerecht werden würde. Der Gesetzgeber arbeitet derzeit an einer Lösung, von der ich mir auch einen leichteren Umgang mit Doppelbegleitungen erwarte. Als Vertreter der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGFH) sitze ich da mit am Tisch.

Mit welchen Änderungen wird die Stiftung Linerhaus in den kommenden Jahren noch konfrontiert?

Beim Bundesteilhabegesetz steht eine Novelle an. Das gesamte Bedarfsermittlungsverfahren wird geändert. Dadurch wird der Bedarf an Hilfen für jede Person noch einmal neu festgelegt werden müssen. Für unser MS-Heim ist das eine wichtige Neuerung, die mit einigem Aufwand verbunden sein wird. Außerdem treffen uns wie viele Einrichtungen und Betriebe die von der EU initiierten Änderungen beim Datenschutz.

Welche Entwicklungen stehen vor Ort an?

Ganz aktuell sind wir dabei, die Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge umzustrukturieren. Das Klientel ist schlicht älter und deswegen weniger geworden. Wir werden sie daher mit einem neuen Konzept in einer stationären Wohngruppe mit vier Plätzen unterbringen, vorher waren es acht. Zudem beschäftigt uns der Umzug der Comenius-Schule, die auf unserem Gelände von der Lebenshilfe betrieben wird, aber in absehbarer Zeit nach Garßen geht. Auch die Zusammenlegung der Jugendämter beschäftigt uns.

Was haben Sie mit dem Gebäude vor?

Wir wollen Teile des Gebäudes weiter vermieten, andere Bereiche selbst nutzen. Wir könnten dort zum Beispiel stationäre Wohngruppen unterbringen und wir brauchen noch ein paar Büros.

Von Fremdfotos / Texte Eingesandt

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