Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Ortsteile Lob für Celler Wohnungswirtschaft
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Lob für Celler Wohnungswirtschaft
18:04 04.09.2017
Von Gunther Meinrenken
An der Windmühlenstraße/Ondermarkstraße ist die WBG wieder in den Neubau von Wohnungen eingestiegen, die Altobjekte werden unter anderem energetisch saniert. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Gedaschko war zusammen mit dem Verbandsdirektor Niedersachsen-Bremen, Heiner Pott, im Rahmen seiner Sommertour nach Celle gekommen. Nach einem Gespräch mit Oberbürgermeister Jörg Nigge und Stadtbaurat Ulrich Kinder hatten sich die beiden zusammen mit den Chefs der Celler Wohnungsbauunternehmen auf eine kleine Tour zu den aktuellen Projekten begeben. Fazit von Gedaschko: "Ich habe gesehen, dass es hier Unternehmen gibt, die beeindruckend schöne und gute Dinge realisieren und das zu Preisen, da würden sich in vielen Gegenden Deutschlands die Leute nach recken."

Für den Verbandspräsidenten waren die Beispiele in der Residenzstadt ein Beleg dafür, dass er mit seiner Forderung, Mittelstädte wie Celle stärker zu fördern, genau richtig liege. Im Gespräch mit Nigge habe er auch mitgenommen, dass die Stadt willens sei, die Herausforderungen anzunehmen. "Diese Bereitschaft trifft man nicht überall an", so Gedaschko.

Dann wurde es politisch. In den Räumen der Südheide eG in Klein Hehlen trafen Gedaschko und Pott auf die Celler Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann (SPD) und Henning Otte (CDU). Pott beklagte, dass sich die Baukosten erheblich verteuert, die staatlichen Zuschüsse aber damit nicht Schritt gehalten hätten. "Wir müssten in Niedersachsen jedes Jahr 10.000 Sozialwohnungen bauen, aber es stehen nur Mittel für 4000 bis 5000 zur Verfügung", so Pott. Die Wohnungsbaumittel seien als Steinbruch der Finanzminister missbraucht worden. Ein Teil der Kostensteigerungen ginge auf staatliche Auflagen zurück.

Lühmann erläuterte, dass einer günstigen Serienproduktion von Bauteilen unterschiedliche Bauordnungen in den Bundesländern entgegenstehen würden. "Unser großes Ziel ist es, alle Bundesländer unter einen Hut zu bekommen." Otte sprach sich für eine Stärkung des ländlichen Raums aus. "Eigentum zu schaffen, geht auf dem Land einfacher." Gedaschko gab den beiden noch eine Anregung mit auf den Weg: "Die Fördermittel für den Bau von Altenheimen wären für die Umgestaltung von Wohnungen besser aufgehoben. Mit drei bis vier Heimmonatsmieten können Sie eine Wohnung altersgerecht umbauen."