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Celle Ortsteile Lüneburger Heide GmbH: Celle will aussteigen
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Lüneburger Heide GmbH: Celle will aussteigen
17:36 13.12.2017
Von Gunther Meinrenken
Quelle: Alex Sorokin
Celle

Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung hatte die CDU beantragt, die Mitgliedschaft zu kündigen. Die 50.000 Euro an jährlichen Beiträgen, so CDU-Fraktionsvorsitzender Heiko Gevers, könnten "für das eigene Stadtmarketing von Celle eingesetzt werden". Und das sieht die Mehrheit der Ratsfraktionen genauso. Der Verwaltungsausschuss hat jetzt empfohlen, aus der Lüneburger Heide GmbH auszutreten.

Auch Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU) kann dieser Argumentation folgen. Nach Ansicht von Experten profitierten gerade Celle und Lüneburg im Tagestourismus erheblich von den Gästen, die Urlaub in der Lüneburger Heide machen. Allerdings entfallen auf die Städte Celle und Lüneburg zusammen nicht einmal fünf Prozent des gesamten Buchungsumsatzes. "Die Zielgruppe der Städteurlauber ist nicht die Kernzielgruppe der Lüneburger Heide GmbH. Eine Wertschöpfung in Celle erfolgt vor allem durch die Urlauber aus der Heide."

Der Plan der Stadt: Den Gesellschafteranteil der Stadt in Höhe von 5000 Euro jährlich könne vom Landkreis Celle noch zusätzlich übernommen werden. "Darüber sprechen wir gerade mit dem Landkreis", erklärte Nigge. Sollte dies nicht funktionieren, würde eine zum Jahresende ausgesprochene Kündigung erst Ende 2020 wirksam werden. Auch dann erst würde der Zuschuss von 50.000 Euro frei werden, um ihn woanders einzusetzen.

Und Nigge hat die gleiche Idee, wie seine Parteifreunde von den Christdemokraten. "Mit der Mitgliedschaft des Landkreises ist das Marketing über die Lüneburger Heide GmbH für uns mit abgedeckt. Wir könnten die frei werdenden Mittel dann für das Direktmarketing für die Stadt Celle zielgerichteter einsetzen, um mehr direkt für für die Residenzstadt anzusprechen", so der Oberbürgermeister.