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Celle Ortsteile Mal eben mit dem Lastwagen ins Café
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Mal eben mit dem Lastwagen ins Café
15:44 18.05.2018
Von Gunther Meinrenken
Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Wenn Jürgen Brockmann mit seiner Frau Gisela auf den Straßen im Landkreis unterwegs ist, kann er sich gut vorstellen, dass der eine oder andere Autofahrer hinter ihm manchmal anfängt zu fluchen. Denn Brockmann steuert öfter Mal ein ganz besonderes Fahrzeug: Einen Lkw der Marke Henschel, der es gerade einmal auf eine Spitzengeschwindigkeit von 74 Stundenkilometern bringt. Für die meisten Menschen ist der Lastwagen allerdings ein echter Hingucker. Denn Brockmanns Henschel hat schon 53 Jahre auf dem Buckel. Wenn das Ehepaar vor einem Café hält, erregt der in lichtblau-elfenbeingrau lackierte Oldtimer sofort die Aufmerksamkeit der anderen Gäste und Brockmann kann sich vor Nachfragen kaum retten. „Manchmal kommt es regelrecht zu einem kleinen Menschenauflauf. Dieses Interesse an meinem Henschel freut mich schon“, gibt Brockmann zu.

Der Henschel HS 12 HAK ist das Schmuckstück und der Liebling der mittlerweile elf Fahrzeuge umfassenden Oldtimer-Sammlung von Brockmann. Kein Wunder, beruflich ist der Celler Mitinhaber einer Spedition im Raum Hannover. Dennoch hat sich der Lastwagen erst relativ spät in den Fahrzeugpark des 60-Jährigen eingereiht. „Über Oldtimer und Fachwerk haben wir Kontakt zum Oldtimerclub für Nutzfahrzeuge aus Uslar gehabt, die regelmäßig zu der Veranstaltung nach Celle gekommen sind. Das hat mein Interesse an einem Lkw weiter angestachelt. Ich wollte aber auf jeden Fall ein Haubenfahrzeug, also einen Lkw, bei dem der Motor vor der Fahrerkabine sitzt. Irgendwann hat dann einer von den Uslarer Oldtimerfreunden mich gefragt, warum ich nicht einfach einen von ihm kaufe“, erzählt Brockmann.

Gesagt, getan. Im Mai 2013 erwarb Brockmann das Herzstück seiner Sammlung. An die etwa 170 Kilometer lange Fahrt von Uslar nach Celle kann er sich noch sehr gut erinnern. „Es hat stark geregnet und wir sind durch das Weserbergland gefahren. Meiner Frau war dabei etwas mulmig zumute, aber ich fand es klasse. Ich weiß noch genau, wie irre laut es in der Kabine gewesen ist.“

An dem alten Lkw, der in Uslar jahrelang von der Firma für „Erdbewegungen“, Sand-Schönitz, genutzt wurde, ist noch so gut wie alles original und auch die Kippe funktioniert noch einwandfrei. Wie alle seine Oldtimer muss Brockmann auch seinen Favoriten regelmäßig bewegen. Natürlich nur in der „salzfreien Zeit“, damit die Karosserie keinen Schaden nimmt. Während Brockmann mit seinen „normalen“ Veteranen auch schon mal zur Arbeit fährt, macht er mit dem Henschel eher Ausflüge, wie zum Beispiel zu schön gelegenen Cafés im Landkreis. An die 2000 bis 3000 Kilometer im Jahr kommen dabei zusammen. „Für mich ist wichtig, dass das keine Museumsstücke sind. Die Fahrzeuge gehören auf die Straße. Es macht auch Spaß, sie zu zeigen“, erklärt Brockmann seinen Grundsatz.

Der 60-Jährige kam erst relativ spät so richtig auf den Geschmack. Ein Faible für Technik hatte Brockmann schon als Kind mit in die Wiege gelegt bekommen, war sein Vater doch als Schiffsingenieur beschäftigt gewesen. Als Jugendlicher hatte er schon mal an einem Fiat oder an Mopeds herumgeschraubt, seinen ersten Oldtimer hat Brockmann sich allerdings erst 1999 gekauft.

Zusammen mit seiner Frau Gisela war er nach Italien gereist, um die bekannte, die größte europäische Oldtimer-Ausfahrt Mille Miglia hautnah mitzuerleben. „Zufällig übernachteten Freunde von uns im selben Hotel. Sie hatten einen alten Fiat 124. Morgens beim Frühstück hat mir der Mann dann den Autoschlüssel auf den Tisch gelegt und gesagt, wir könnten damit mal den Tag über fahren. Danach stand für uns fest, dass wir auch so einen Wagen haben wollten“, erinnert sich Brockmann.

Zurück in Deutschland begann das Ehepaar damit, ihre Sammlung aufzubauen. Erstes Fahrzeug: ein Pininfarina Spider, Baujahr 1982, ein Import aus den USA. Doch Brockmann zahlte Lehrgeld. Der vermeintliche Oldtimer war an vielen Stellen mit nicht originalgetreuen Bauteilen aufgehübscht worden. „Das passiert zu Anfang vielen“, so Brockmann, der in seinem persönlichen „Rennstall“ ein möglichst vielfältiges Programm an Fahrzeugen haben möchte. „Auf der Suche nach geeigneten Exemplaren bin ich schon Tausende von Kilometern durch Europa gefahren“, erklärt der Oldtimer-Fan, der heute nur noch in Ausnahmefällen bei Händlern kauft, er bevorzugt Privatpersonen.

Brockmann und seine Frau Gisela haben auch einiges dafür getan, die Oldtimer-Fans vor Ort miteinander in Kontakt zu bringen. Sie haben die Interessengemeinschaft Oldiefreunde Celle ins Leben gerufen, die aktuell etwa 30 Mitglieder zählt. „Wir machen regelmäßige Ausfahrten über einen, zwei oder drei Tage. Mit Freunden und Gästen sind das jedes Mal um die 10 bis 15 Fahrzeuge“, berichtet Brockmann. Und natürlich hilft man sich gegenseitig. „Der eine kann gut schweißen, der andere hat gute Tipps, wo es Ersatzteile gibt“, so der Oldtimer-Fan, dem die Celler auch einen Veranstaltungshöhepunkt verdanken. Denn die Oldiefreunde sind Mitinitiatoren von „Oldtimer und Fachwerk“, das sich mittlerweile zum größten Oldtimertreffen im norddeutschen Raum entwickelt hat.

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