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Celle Ortsteile Mal mit blauem, mal mit rotem Hut
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Mal mit blauem, mal mit rotem Hut
16:45 17.08.2018
Von Gunther Meinrenken
Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Bisher verantworte ich die Kommunikation beider Stiftungen. Dies werde ich auch künftig tun und zusätzlich für unsere Veranstaltungen zuständig sein. Dazu zählen in erster Linie die Niedersächsischen Musiktage und das Literaturfest Niedersachsen, aber auch unsere Preisverleihungen wie der Preis für Denkmalpflege, der Museumspreis oder der Förderpreis Museumspädagogik. Preisträger gibt es hier auch aus Celle wie das Bomann-Museum oder die Gedenkstätte Bergen-Belsen.

Ihre Flaggschiffe sind zweifellos die Musiktage und das Literaturfest.

Das stimmt. Als wir 1985 mit der Arbeit der Sparkassenstiftung begonnen haben, haben wir schnell gemerkt, dass es für das Profil der Stiftung sinnvoll ist, eigene Projekte aufzusetzen, um Lücken zu schließen und das Wirken positiv auf die Träger der Stiftung zurückstrahlen zu lassen. Deshalb und natürlich, um das Musikland Niedersachsen zu bereichern, haben 1986 die ersten Musiktage stattgefunden. Schnell kamen andere Projekte dazu. Wir waren aber damals ein Zwei-Mann-Betrieb, der die zunehmende Arbeit nicht stemmen konnte. So haben die Musiktage einen Intendanten bekommen und die Förderbereiche wurden nach und nach mit Fachreferenten versehen. Glücklicherweise werden wir vom Sparkassenverband Niedersachsen beziehungsweise den VGH Versicherungen – unseren Trägern – alimentiert, so dass das Geld der Stiftungen uneingeschränkt für die Förderung zur Verfügung steht.

Wie ist es zu der engen Verzahnung von VGH-Stiftung und Sparkassenstiftung gekommen?

Die VGH ist aus der Landwirtschaftlichen Brandkasse hervorgegangen. Im Jahr 2000, zu deren 250. Geburtstag, wurde die Stiftung ins Leben gerufen, als Geschenk für die Bürger. Den VGH Versicherungen war wichtig, mit ihrer Stiftung eine Lücke in der Förderlandschaft zu schließen und hierbei ein eigenes Profil zu entwickeln. Deshalb wurden wir gefragt, ob wir – da wir schon gut aufgestellt waren – die VGH-Stiftung ebenfalls führen wollten. Für uns war das kein Thema, denn Sparkassen und VGH Versicherungen arbeiten eh in der Sparkassen-Finanzgruppe eng zusammen und beide haben einen öffentlichen Auftrag – geborene Partner somit. Wir haben in Anlehnung an die unterschiedliche Farbidentität, in der beide Stiftungen auftreten, also mal den blauen und mal den roten Hut auf.

Was sind denn die unterschiedlichen Förderschwerpunkte der VGH-Stiftung und der Sparkassenstiftung?

Beide Stiftungen bewegen sich im Kulturbereich, versuchen aber, sich nicht in die Quere zu kommen, sondern zu ergänzen. Die Sparkassenstiftung fördert Projekte aus den Bereichen Bildende Künste, Musik, Museen und der Denkmalpflege. Unter anderem haben wir auch die Neukonzeption der Celler Museumslandschaft finanziell unterstützt und inhaltlich begleitet. Die VGH-Stiftung beschäftigt sich auch mit der Denkmalpflege, hat dabei aber Gartendenkmale und bewegliche Kulturgüter im Blick. Bei den Bildenden Künsten geht es eher um die Vermittlung von Kultur, also um Pädagogik. Die Stiftung kümmert sich ferner um die Erschließung von Beständen in Archiven, Bibliotheken und Museen oder Machbarkeitsstudien und außerdem um mildtätige Projekte. Einer unserer Schwerpunkte ist sicher die Literatur und hierzu gehört natürlich das Literaturfest als ein Aushängeschild. Bei all unseren Projekten betrachten wir kulturelle Bildung und Integration als Querschnittsaufgabe. So kommt es, dass die Sparkassenstiftung beispielsweise die Neukonzeption des Bomann-Museums unterstützt hat, die VGH-Stiftung das pädagogische Begleitprogramm förderte.

Sie beschränken sich aber nicht auf die Projektförderung?

Nein, wir versuchen, mit eigenen Vorhaben gezielt Akzente zu setzen – so sind es bei der Sparkassenstiftung beispielsweise eine Kunstsammlung oder auch der Kurt-Schwitters- oder der Sprengel-Preis. Bei der VGH-Stiftung ist es unter anderem der Bibliothekspreis oder auch der Förderpreis Museumspädagogik zu dessen Preisträgern übrigens auch schon das Kunstmuseum Celle gehört hat.

Woher bekommen die Stiftungen ihr Geld?

Bei der Sparkassenstiftung verfügen wir über ein Stiftungskapital von rund 30 Millionen Euro, das die niedersächsischen Sparkassen und die Nord/LB eingelegt haben. Durch Zinserträge, Zuwendungen von Sparkassen zu den Projekten und Erträgen aus der Lotterie Sparen + Gewinnen können wir zwischen 3,5 und 4,5 Millionen Euro jährlich ausschütten. Bei der VGH-Stiftung beträgt das Stiftungskapital ebenfalls rund 35 Millionen Euro und unsere Fördersumme liegt jährlich bei etwa einer Million Euro. Auch hier können wir – sollten die Zinserträge einmal nicht ausreichen – auf Zuwendungen aus dem Mutterhaus rechnen.

Wie wird das Geld verteilt?

Da wir eng mit den Sparkassen vor Ort beziehungsweise den Historischen Landschaften zusammen arbeiten, werden wir frühzeitig in neue Projekte eingebunden. Damit ein Antrag auf Förderung größtmögliche Aussicht auf Erfolg hat, stehen unsere Referenten gern schon vor Antragstellung zur Beratung bereit. Wir fördern nie die vollen 100 Prozent der Gesamtkosten, sondern erwarten einen Eigenanteil und wei-tere Geldgeber. Neben einer detaillierten Projektbeschreibung benötigen wir einen ausgeglichenen Kosten- und Finanzierungsplan. Und natürlich fördern wir gerne mit anderen Stif-tungen zusammen. Die Klosterkammer und die Stiftung Niedersachsen sind zum Beispiel gute Partner.

Reichen Ihre Mittel denn aus?

Selbst diese hohen Summen reichen natürlich nicht für die kulturelle Vielfalt, die es in Niedersachsen gibt – aber wir können jeweils gute Akzente setzen und wichtige Projekte unterstützen und damit die Kultur unseres Bundeslandes voranbringen.

Die Region Celle kommt bei beiden Stiftungen ganz gut weg.

Insgesamt sind schon über eine Million Euro nach Celle und in die Region geflossen. Hier gibt es einfach gute Projekte und viele Kulturschaffende sind sehr aktiv. Dazu haben wir mit der Sparkasse Celle und der Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg hervorragende örtliche Partner, die ihre Region gut kennen und sich einbringen. Deshalb haben wir beispielsweise das Bomann-Museum gefördert mit der Ausstellung zu 500 Jahren Reformation. Dieses Jahr unterstützen wir die Neugestaltung des Otto Haesler Museums im Vorfeld des Bauhausjubiläums im kommenden Jahr. 2019 werden wir eine Ausstellung zur Geschichte der historischen Landschaften fördern. Im vergangenen Jahr zum Stadtjubiläum hat das Festivalfinale des Literaturfestes in Celle stattgefunden, die Musiktage waren in der Maschinenhalle der SVO zu Gast. Und natürlich kommen wir auch in diesem Jahr mit den Festivals nach Celle: Am 20. September liest Christian Brückner Mafia-Geschichten im Oberlandesgericht im Rahmen des Litera-turfestes. Die Musiktage gastieren am 28. September im Rittersaal des Celler Schlosses mit einem Auftritt des Ensembles BachSpace – das verspricht beides sehr spannend zu werden.

Diskriminierende Witze, herablassende Blicke, offene Ablehnung oder abwertende Bezeichnungen – der alltägliche Rassismus tritt in vielen Facetten zutage und oft sind sich die Handelnden ihrer Äußerungen gar nicht bewusst. Dem möchte das Bildungsmanagement der Celler Zuwanderungsagentur und die Arbeiterwohlfahrt mit Unterstützung des Kirchenkreises jetzt die „Aktion Noteingang“ entgegensetzen. Die Auftaktveranstaltung findet am kommenden Mittwoch, 17 bis 19 Uhr, in der Alten Exerzierhalle statt.

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