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Celle Ortsteile Ministerium: „Wenn Geld da ist, kann man auch bauen“
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Ministerium: „Wenn Geld da ist, kann man auch bauen“
18:10 25.08.2010
Von Oliver Gatz
Hohe Belastung: Auf der Alten Dorfstraße rollt der Schwerlastverkehr. Quelle: Peter Müller
Altencelle

Im niedersächsischen Wirtschaftsministerium hält man sich zu den Überlegungen bedeckt. „Es geht dabei um Bundesmittel, auf die wir angewiesen sind“, sagte Christian Budde, Sprecher des aus Celle stammenden Wirtschaftsministers Jörg Bode (FDP). Budde bestätigte, dass es Verzögerungen bei der Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts der Ostumgehung gibt. Dieser wird die neue Bundesstraße 3 auf die Braunschweiger Heerstraße beziehungsweise Bundesstraße 214 in Altencelle führen. Damit dürfte das Verkehrsaufkommen dort deutlich zunehmen.

„Die laufenden Neubauprojekte erfahren eine zeitliche Streckung“, sagte der Ministeriumssprecher. „Davon ist leider auch die Celler Ostumgehung nicht ausgenommen.“ Ursprünglich sollte der zweite Bauabschnitt 2011 fertig sein. Nun rechnet das Wirtschaftsministerium mit 2013. „Vom Bundesfernstraßenausbau hat Niedersachsen im Rahmen der Konjunkturhilfe der Bundesregierung stark profitiert“, erläuterte Budde. „Da ist eine Menge Geld geflossen.“ Nun müsse man sich mit weniger Bundesmitteln begnügen.

Im Zusammenhang mit dem dritten Bauabschnitt der neuen B3 werden laut Budde derzeit hunderte Einwendungen abgearbeitet. Das Planfeststellungsverfahren sei seit 2008 im Gange. Sind die Einwendungen abgewickelt, könne Baurecht hergestellt werden. Wann dies sein werde, wisse er aber nicht, sagte Budde. „Wenn man dann Geld hat, kann man auch bauen.“ Die Kosten trage der Bund. „Wir werden uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln für einen Ausbau der Ostumgehung einsetzen“, fügte Budde abschließend hinzu.

Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) machte deutlich, dass nach Beendigung des zweiten Bauabschnitts der Anschluss des dritten gewährleistet sein müsse. Parallel verlaufende Arbeiten an beiden Abschnitten werde es voraussichtlich nicht geben, lautete seine Einschätzung.

Um in der augenblicklichen Situation eine Lärmreduzierung auf der viel befahrenen Alten Dorfstraße zu erreichen, schlägt die Celler Verwaltung dort Tempo 30 vor. Langfristig ruhen aber alle Hoffnungen auf der Fertigstellung der Ostumgehung. Eine Verzögerung der Arbeiten wäre nicht nur nachteilig für Altencelle, sondern für die gesamte Stadt, hieß es.