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Celle Ortsteile Missmut über Celler Müllabfuhr
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Missmut über Celler Müllabfuhr
16:12 19.04.2018
Von Gunther Meinrenken
Oft machen am Straßenrand geparkte Autos den Mitarbeitern des Abfallzweckverbands das Leben schwer. Rückwärts fahren ist dann so gut wie kaum noch möglich. Die Folge: Die Mülltonnen, wie rechts im Bild in der Straße Auf dem Kampe, können nicht geleert werden. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Am Ende der Straße Auf dem Kampe stehen derzeit zwei Biotonnen vor einem Grundstück. "Seit sechs Wochen werden die nicht geleert", beschwert sich ein 82 Jahre alter Bewohner des Hauses, der nicht mit Namen in der Zeitung erscheinen möchte. Eine der Tonnen gehört ihm. Mittlerweile würde die wohl auch nicht geleert werden, selbst wenn die Entsorgungsfahrzeuge sie erreichen könnten. Denn einer der Nachbarn hat dem älteren Herrn einen Plastiksack mit Restmüll in die Biotonne gestopft.

"Wir verstehen das nicht. Der Müllwagen müsste nur etwa 50 Meter rückwärts fahren. Hier wohnen viele ältere Leute, wir können die Tonnen nicht bis zum Bahnhofsvorplatz schieben", meint der langjährige Mieter, der zudem denkt, dass am Ende der Straße genug Platz wäre, damit die Müllfahrzeuge dort wenden können.

"Der Wendekreis vor dem Kanu-Club ist zu klein", sagt Rainer Conrad vom Abfallzweckverband. Mit dem Eigentümer des Hauses sei schon vor Jahren abgesprochen worden, dass an den Abfuhrtagen ein geschotteter Bereich nicht zugeparkt wird, "damit wir da wenden können. Doch dort stehen mit zunehmender Regelmäßigkeit Fahrzeuge. Die Kollegen müssten dann rückwärts um eine Ecke fahren, was ein hohes Gefahrenpotential darstellt und ebenfalls nach der Branchenregel zu vermeiden ist", so Conrad.

Unzufrieden ist auch Manfred Fischer. Er wohnt in Bergen im Horstweg in einer Seitenstraße. "Weil das Müllfahrzeug nicht rückwärts fahren darf, muss ich meine Abfalltonnen jedes Mal 100 Meter weit schieben", bemängelt der 79-Jährige. Dabei könnten die Müllwagen ganz einfach "unten rein und oben wieder rausfahren".

Beim Abfallzweckverband bewertet man die Situation anders. "Am Horstweg stehen regelmäßig Fahrzeuge so geparkt, dass für uns kein Durchkommen ist", erklärt Conrad, der die Unannehmlichkeiten für die Betroffenen bedauert. "Da wir den Unmut der Bürger so klein wie möglich halten wollen, werden wir diese beiden Straßen noch einmal begehen und mit der Stadt und dem Landkreis nach Lösungen suchen. Vielleicht ist es möglich, Parkverbote für gewisse Zeiträume auszusprechen."

Die beiden Beispiele geben schon einmal einen Vorgeschmack darauf, was für ein Proteststurm losbrechen könnte, wenn der Abfallzweckverband die Forderungen des Unfallversicherers umsetzt. Im gesamten Landkreis gibt es über 500 Straßen, in denen die Müllfahrzeuge nicht wenden können und derzeit noch den Rückwärtsgang einlegen. "Wir sind nach der Datensammlung der voraussichtlich betroffenen Straßen und einem ersten Workshop nun in der Beurteilungsphase, um Lösungen für jede einzelne Straße zu finden. Sollte es dazu kommen, dass dann Straßen nicht befahren werden können, werden wir mit den betroffenen Bürgern mit der Zielsetzung sprechen, einvernehmliche Absprachen über die jeweilige zukünftige Abfuhrregelung zu finden", sagt Conrad.

Warum sollte man sich von den Banken Geld leihen, wenn man doch eigentlich auf einem anderen Konto noch ein Guthaben hat? Dieser Gedanke steht hinter dem so genannten Cashpooling – ein Instrument, das in der freien Wirtschaft schon lange von Konzernen genutzt wird, um die eigenen Finanzmittel effektiver einzusetzen. Jetzt hat die Kämmerei im Neuen Rathaus dieses Modell für sich entdeckt, um wirtschaftlicher mit den eigenen Ressourcen umzugehen. Im Mai soll ein Testlauf mit den Eigenbetrieben der Stadt starten.

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