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Celle Ortsteile Nach Eklat im Celler Rathaus: OB Mende will Wogen glätten
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Nach Eklat im Celler Rathaus: OB Mende will Wogen glätten
17:14 24.02.2014
Von Michael Ende
"Zu sachlicher Zusammenarbeit zurückzukommen": OB Dirk-Ulrich Mende Quelle: Peter Müller (Archiv)
Celle

In einem der CZ vorliegendem Schreiben Mendes an alle Ratsmitglieder kündigt der OB an, zunächst auf das schriftliche Urteil des Verwaltungsgerichts Lüneburg warten zu wollen: "Nur in Kenntnis der Urteilsgründe können die Handlungsspielräume der kommunalen Organe wahrgenommen werden. Ich werde Ihnen die aus meiner Sicht erforderlichen Umstrukturierungen in der Verwaltung vorlegen und soweit sich das aus dem Urteil ergeben sollte, zur Beschlussfassung anheimstellen. Dabei erwarte ich, dass Sachüberlegungen und nicht parteipolitische Interessen die Beratungen prägen."

Um Entschuldigung für seinen jüngsten "Ausraster" hat Mende nach eigenen Angaben am Wochenende jene gebeten, "die es angeht und die betroffen waren". Dass Politiker so indiskret waren, öffentlich über ihren "Rausschmiss" aus einer nichtöffentlichen Sitzung zu sprechen, kritisiert der OB. Er wolle auch künftig "freundlich und freiwillig" zu derlei Dienstbesprechungen einladen: "In diesem Rahmen sollte künftig sichergestellt sein,dass Gesprächsinhalte und Gesprächsverläufe vertraulich sind und bleiben." Versöhnlich klingen Mendes Schlussworte: "Ich bitte Sie, mein Schreiben als aufrichtigen Versuch zu werten, die Wogen zuglätten und zu einer sachlichen Zusammenarbeit zurückzukommen."

"Dieser Versuch einer Entschuldigung ist ein guter Ansatz", findet CDU-Fraktionschef Heiko Gevers. Hält die CDU am Gedanken fest, der Mende so auf die Palme gebracht hatte - nämlich parallel zur Kür des neuen Stadtbaurats "im selben Abwasch" die Wiederwahl der CDU-Stadträtin und Europawahlkämpferin Susanne Schmitt zu erledigen? Gevers schüttelt den Kopf. Dafür fehle im Rat die Mehrheit: "Wir wollen den Stadtbaurats-Kandidaten als Stadtbaurat haben. Würden wir auf einer Verknüpfung der beiden Personalien bestehen, müssten wir im Rat gegen ihn stimmen, und das wollen wir nicht." Über Schmitts Dezernenten-Stelle wolle man später entscheiden: "Wir wollen das mit Herrn Mende in Ruhe besprechen und warten auf seine Vorschläge."