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Celle Ortsteile Nach Strohballen-Brand wächst Misstrauen
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Nach Strohballen-Brand wächst Misstrauen
10:44 05.09.2018
Von Audrey-Lynn Struck
Verena Teichert-Leiffer ist froh, dass weder Mensch noch Tier bei dem Feuer zu Schaden kamen. Quelle: Oliver Knoblich
Garßen

Über acht Stunden lang war die Feuerwehr mit rund 50 Freiwilligen in der Nacht zu Donnerstag in Garßen im Einsatz. Mehr als 150 Strohballen der Pferdepension Leiffer wurden im Feuer vernichtet. Sie sollen vermutlich mit Brandbeschleuniger absichtlich angezündet worden sein.

„Die Feuerwehr hat gesagt, wenn der Brand nur zwei Wochen früher gewesen wäre, hätte das Feuer schnell auf den Wald überspringen können und alles wäre hochgegangen“, sagt Pferdepension-Inhaberin Verena Teichert-Leiffer. Es war der bereits dritte Fall in der Region, bei dem Strohballen angezündet wurden. Nachts um kurz nach zwei weckten Sirenen Familie Leiffer aus dem Schlaf. „In meinem Kopf war das immer so, dass bei einem Feuer ich die Feuerwehr rufe. Als wir zum Brand liefen, war die Feuerwehr jedoch schon längst bei den Löscharbeiten“, so die Garßenerin weiter. Zu allem Überfluss rückte die Feuerwehr am Montag erneut an. Ein Teil der verbrannten Ballen hatte sich entzündet. Die Flammen konnten aber schnell wieder in den Griff gebracht werden.

Verletzt wurde zum Glück niemand. Auch keines der Pferde kam bei dem Brand zu Schaden, denn die Pferdepension bringt ihre Tiere jeden Abend in den Stall und das Feuer war weit vom Gebäude entfernt. „Die Pferde waren trotz des Blaulichts und des Geruches im Stall ganz ruhig“, so Teichert-Leiffer. Selbst als die Vierbeiner morgens auf die Weide gelassen wurden, ließen sie sich von den andauernden Löscharbeiten nicht aus der Ruhe bringen.

Von dem Hafer- und Gerstenstroh, das für die Pferde gedacht war, wurde ein Teil im Feuer vernichtet. „Das war die Arbeit von einem ganzen Jahr“, sagt Teichert-Leiffer bitter. Der trockene Sommer hatte zuvor bereits ebenfalls einen Teil der Ernte gekostet. Verhungern müssen die Pferde nun aber keineswegs. Schließlich gehören vor allem Heu und Kraftfutter zum Grundfutter der Tiere, so Teichert-Leiffer.

„Bei den Berufskollegen und Garßener Landwirten hat man nun aber sicherlich trotzdem Angst“, vermutet die Inhaberin. Auch bei Familie Leiffer hat der Vorfall seine Spuren hinter lassen: Zur Sorge hat sich dabei noch ein anderer Blickwinkel hinzugesellt. „Gerade in den ersten Tagen hat man plötzlich diese große Misstrauen und sieht überall potenzielle Brandstifter“, so Teichert-Leiffer. Zum Glück ließe das aber mittlerweile nach. Gras werde jedoch wohl nicht über die Sache wachsen. „Man muss weiterhin sensibel bleiben und aufpassen.“

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