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Celle Ortsteile Nach tödlichem Unfall: Vater kämpft für Ampel an Lachtehäuser Straße in Altenhagen
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Nach tödlichem Unfall: Vater kämpft für Ampel an Lachtehäuser Straße in Altenhagen
16:51 01.09.2017
Von Carsten Richter
Kaum ein Durchkommen möglich: Bei dem hohen Verkehrsaufkommen haben Schüler Mühe, mit ihren Rädern die Lachtehäuser Straße zu überqueren. Im Mai kam es hier zu einem tödlichen Unfall. Quelle: Oliver Knoblich
Altenhagen

Genau das ist es, was Ose umtreibt. "Ivan kommt nicht mehr zurück, aber anderen Eltern soll es nicht auch so gehen", sagt er und pocht darauf, dass an der Stelle eine Ampel installiert wird – zur Sicherheit vor allem der Schüler, die hier jeden Tag unterwegs sind.

Mit seinem Vorhaben ist der Vater, der noch zwei Söhne und eine Tochter hat, nicht allein. Rund 700 Unterschriften hat er gesammelt. "Die Leute unterschreiben mittlerweile schon blind", sagt Ose und freut sich über die große Solidarität. Die entsprechenden Listen will er bei der Ortsratssitzung am 13. September an Ortsbürgermeister Hans-Martin Schaake überreichen, der sie dann wiederum der Stadt übergeben wird. Auch Schaake will sich mit der Situation nicht abfinden und hat seinerseits ebenfalls eine Unterschriftensammlung initiiert. "Bei Gesprächen mit der Verwaltung stehen wir noch am Anfang, aber ich bin zuversichtlich, dass es eine Lösung geben wird", sagt er.

Etwa 10.000 Fahrzeuge sind nach Angaben der Stadt täglich auf der Lachtehäuser Straße unterwegs. Gerade morgens und mittags, wenn die Schüler der BBS I und III die Durchgangsstraße überqueren wollen, wird es eng und gefährlich. Bei einem Ortstermin gegen 13 Uhr wird deutlich, dass schon einzelne Radfahrer Mühe haben eine Lücke zu erwischen, um auf den gegenüber liegenden Altenhäger Kirchweg zu gelangen. Verschärft wird die Situation durch die Autos, die schon eine Schlange gebildet haben, die bis zu den Schulen zurückreicht.

"Wenn ich das Geld hätte, hätte ich selbst eine Ampel gekauft", sagt Ose beim Anblick der Verkehrssituation. Er hofft, dass die gesammelten Unterschriften bei der Stadt auf Anklang stoßen. Was er nicht versteht: "100 Meter weiter in Höhe Am Silberberg gibt es eine Bedarfsampel, die aber kaum genutzt wird."

Um sein Ziel durchzusetzen, würde er über seine Anwälte sogar bis zum Bundesverfassungsgericht gehen, sagt er. Der Gedanke lässt ihn nicht los, nachts wacht er durchgeschwitzt auf, denkt lange nach. "Es ist schlimm, wenn ein Kind stirbt", sagt er. "Ich kämpfe bis zum Schluss. Es muss etwas passieren."