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Celle Ortsteile "Nachtigall"-Gelände in Celle soll bebaut werden
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile "Nachtigall"-Gelände in Celle soll bebaut werden
22:48 06.10.2015
Von Gunther Meinrenken
In diesem etwa 400 Jahre alten Haus lebte die als "Nachtigall von Celle" bekannte Konzertsängerin Margarete Grote-Bourry. Ein Investor aus Uetze möchte das gesamte Anwesen kaufen und dort fünf hochwertige Einfamilienhäuser bauen. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle

Bei dem Grundstück handelt es sich um das Anwesen der 2011 verstorbenen Konzertsängerin Margarete Grote-Bourry, die unter dem Namen „Nachtigall von Celle“ bekannt war. In ihrem Testament hatte sie verfügt, einen Teil ihrer gut 400 Jahre alten Villa der damals unter chronischer Raumnot leidenden Grundschule Hehlentor, die sich in direkter Nachbarschaft befindet, zur Nutzung zu überlassen. Doch die Stadt lehnte 2013 aus Kostengründen ab. Ihr war der Deal schlicht zu teuer. Noch im Februar desselben Jahres leitete das Neue Rathaus die Änderung des Bebauungsplanes ein, um dort eine Wohnbebauung zu ermöglichen.

Jetzt nimmt das Projekt konkrete Formen an. Das marode Haus der „Nachtigall“ dürfte dabei voraussichtlich aus dem Stadtbild von Celle verschwinden. In den Unterlagen der Stadt steht zwar noch, dass das Wohnhaus instand gesetzt werden solle, doch in den angefügten Skizzen ist es teilweise überplant. Jürgen Bode-Pröve, Inhaber der gleichnamigen Baugesellschaft: „Eine Renovierung wäre sehr teuer. Wahrscheinlich müssen wir es abreißen. Aber das steht noch nicht endgültig fest.“

Auf dem Anwesen, das auch einen großen ehemaligen Ziergarten beherbergt, sollen die fünf Einfamilienhäuser in Einzel- und Doppelbauweise entstehen, mit maximal zwei Vollgeschossen. Die Gebäude sollen sich in das parkartige Gelände einfügen. Die Erschließung des kleinen Wohnparks soll über den Ausbau des kleinen Privatwegs erfolgen, der sich im Süden des Areals befindet und der zur Kita Kapellenberg und zum südlichen Eingang der Hehlentorschule führt.

Nach Einschätzung des Forstamtes Fuhrberg ist eine Teilfläche von 1500 Quadratmetern als Wald zu beurteilen. Die Ersatzaufforstung soll auf einem Flurstück bei Offen erfolgen.