Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Ortsteile Neue Hoffnung für Klein Hehlener Westmarkt
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Neue Hoffnung für Klein Hehlener Westmarkt
12:56 27.09.2013
Von Michael Ende
Klein Hehlen

KLEIN HEHLEN. Nicht im Konzert der „großen“ Stadtpolitik überhört werden wollen die Klein Hehlener. Und ihrem Ortsrat ist das nun auch gelungen. Das Gremium hatte sich nicht damit abfinden wollen, dass die Stadt derzeit keine Notwendigkeit sieht, den Westmarkt in der Witzlebenstraße grundlegend zu modernisieren. In seiner jüngsten Sitzung unterstützte der Ortsrat den Antrag der Sozialdemokraten zur Umgestaltung des Geländes – und das, obwohl die Verwaltung den Antrag für „erledigt“ erklärt hatte: Der Westmarkt „erfülle die städtebaulichen Funktionen und Ansprüche“ und sei in einem „grundsätzlich akzeptablen Zustand“, hieß es aus dem Rathaus.

Bessere Ausleuchtung des Marktgeländes, Querungshilfe im Bereich der Bushaltestelle, Verkehrsberuhigung, neue Sitzgelegenheiten und eine ansprechendere Pflasterung - all das hatte die SPD gefordert. „Erkennbare Notwendigkeiten zu einer umfangreichen Neugestaltung des Platzes liegen nicht vor“, hielt die Verwaltung dagegen und betonte dass die vom Ortsrat Klein Hehlen geforderten Eingriffe überwiegend verkehrliche Infrastruktur beträfen. Diese könnten nicht isoliert betrachtet werde: „Eine bessere Ausleuchtung und Sitzgelegenheiten ließen sich im Rahmen von Unterhaltungsmaßnahmen in Angriff nehmen. Hierzu bedarf es keiner größeren Neugestaltung. Die Pflasterung befindet sich in keinem austauschbedürftigen Zustand." Im Haushalt seien für derlei Vorhaben keine Mittel vorgesehen.

Kein Geld – und das war's? Damit gab sich Jürgen Rentsch (SPD) im städtischen Bauausschuss nicht zufrieden: „Was die Verwaltung vorschlägt, reicht nicht aus. Wir beantragen, den Beschluss über unseren Antrag erst im Rahmen der Haushaltsberatungen zu fällen – vielleicht finden wir ja doch noch Mittel, um eine positive Entwicklung zum Beispiel über die Einstellung von Planungskosten zumindest anzuschieben.“ Die Verwaltung hielt dagegen: „Die Einstellung von Planungskosten und damit die Erstellung eines Konzeptes zur Umgestaltung liefe insofern ins Leere, da die Finanzierung der wesentlich höheren Baukosten damit noch nicht geklärt ist. Es macht wenig Sinn, wenn Gelder für Planungskosten eingestellt und ausgegeben werden, für deren Umsetzung jedoch keine Mittel in Aussicht gestellt werden können.“

Im Verwaltungsausschuss (VA) hingegen gab die Politik dem Westmarkt eine Chance, wie OB Dirk-Ulrich Mende (SPD) erläuterte: "Fraktionsübergreifend war man der Meinung, dass der Westmarkt eine Attraktivierung verdient hat. Dabei ist es mit der Aufstellung von ein oder zwei Banken schwerlich getan. Da muss mehr möglich sein." Das, was auf dem Westmarkt zu tun sei, sei am ehesten mit der Umgestaltung des Lauensteinplatzes zu vergleichen, so Mende: "Der VA hat beschlossen, dass das Thema Westmarkt in die Beratungen für den Haushalt 2014 einfließen soll." Michael Ende