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Celle Ortsteile Neues Zentrum als "Ergebnis gelebter Vernetzung“
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Neues Zentrum als "Ergebnis gelebter Vernetzung“
15:07 06.09.2013
  „Dieses Modell ist zur Nachahmung empfohlen" (von links): Karl Finke, Ainur Berse vom Werkstattrat, Clemens Kasper und Wolfram Beins.
Groß Hehlen

GROSS HEHLEN.

„Lasst uns feiern, wir feiern wie ein Feuer“ und „Kommt, baut ein Haus, das uns beschützt“, sang der Chor der Lebenshilfe unter Leitung von Musikpädagogin Barbara Wegerif vor den geladenen Gästen und traf damit haargenau den Kern der Einrichtung. „Wir wollen auf Grundlage bewährter Strukturen etwas Neues schaffen, Synergien sollen entstehen“, sagte der Geschäftsführer der Lebenshilfe Celle, Clemens Kasper, und stellte das Erfordernis einer intensiven Kooperation der engagierten und tätigen Institutionen und Personen heraus. „Es ist notwendig, dass Informationen und Maßnahmen im Sinne der Vernetzung koordiniert zusammenfließen, damit die linke Hand weiß, was die rechte tut.“ Das ZAC will sich mit der heimischen Wirtschaft vernetzen. Nur über gute Kontakte zu den Unternehmen und über eine verlässliche Zusammenarbeit mit den Betrieben in der Region könne es gelingen, Menschen mit Behinderungen in der freien Wirtschaft zu beschäftigen.

Wolfram Beins nannte seine Einrichtung, den Anker, als Juniorpartner des ZAC und bezeichnete das Zentrum als „ein Ergebnis gelebter Vernetzung“: „Wir waren uns schnell einig, dass wir hier eine gute Grundlage vorfinden, gemeinsam etwas Neues zu gestalten.“ Das Ziel sei, psychisch behinderte Menschen direkt und ohne Umwege über aufwändige Reha-Verfahren in eine Erwerbstätigkeit möglichst auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bringen. Das ZAC sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur besseren Arbeit für psychisch erkrankte Menschen. „Ich sehe uns aber noch nicht am Ziel.“

„Was hier aufgegriffen wurde, ist hervorragend“, begrüßte Karl Finke die Celler Initiative. „Dass für den Bereich der seelisch Behinderten, wie auch für den Bereich der Personen mit Lernbeeinträchtigungen hier was geschieht, was fortschrittlich ist, das versucht, sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu platzieren, Brücken zu bauen und sie selbst hier zu beschäftigen.“ Das sei ein konkreter Einstieg, beeindruckend und gut und entspreche gleich auf einen Schlag dem Doppelten dessen, was über das Budget für Arbeit in drei Jahren geschaffen wurde. „Dieses Modell ist zur Nachahmung empfohlen.“ (lhb)

Von Lothar Bluhm