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Celle Ortsteile Niedrigwasser: Unter einem Meter wird es kritisch
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Niedrigwasser: Unter einem Meter wird es kritisch
17:56 25.07.2018
Von Gunther Meinrenken
Quelle: David Borghoff
Celle

Die Sorge des Altenheims ist allerdings durchaus nachvollziehbar. Durch die anhaltende Trockenheit ist der Wasserstand in der Aller in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen. Bewegte sich der Pegel Celle an der Bahnhofsbrücke Ende Juni noch um die 1,20 Meter herum, so ist er am vergangenen Sonntag sogar einmal kurz bis auf einen Meter gefallen. Nach Aussagen von Kosch sei dies die "kritische Marke". Seitdem hat sich der Wasserstand allerdings wieder erholt. Gestern bewegte er sich auf einem Niveau von etwa 1,16 Meter. Niederschläge im Einzugsgebiet der Aller haben den Pegel wieder leicht ansteigen lassen.

Mangels Regen in den kommenden Tagen, so die Wetterprognose, dürfte der Wasserstand allerdings wieder fallen. Kosch hat jedoch ein "Alternativprogramm". "Zwischen Boye und Oldau ist das Wasser angestaut. Problematisch ist für uns nur die Strecke vom Celler Hafen bis nach Boye. Sollte der Wasserstand zu tief fallen, würden wir den Einstieg nach Boye verlegen. Das würden wir dann selbstverständlich bekannt geben", erklärt der Kapitän der "Wappen von Celle". Ansonsten könne es mal passieren, "dass man mit dem Gewicht aufpassen müsse", so Kosch, der so eine Lage noch nicht erlebt habe. "Das ist im Augenblick schon eine außergewöhnliche Situation, normalerweise haben wir im Sommer eher einen Wasserstand zwischen 1,20 und 1,30 Metern".

Das befindet auch Michael Marwede, 2. Vorsitzender des Yacht-Clubs Celle. "So extrem war es noch nie." Wassertiefen von 60 Zentimetern an der Hafeneinfahrt machen den Yachtbesitzern zu schaffen. "Ich war am Montag unterwegs. Da hatte ich auf der Aller Stellen, an denen es nur 40 Zentimeter tief war", erzählt Marwede. Da viele Boote einen Tiefgang von 80 Zentimetern bis zu 1,10 Metern hätten, würden diese dort nicht mehr durchkommen. Kleinere Yachten könnten sich noch damit behelfen, den Motor nach oben zu krümmen. Die größeren Boote sind derzeit im Hafen gefangen.

Allerdings hätten sich viele Yachtbesitzer bereits im Vorfeld auf die Situation eingestellt und ihre Boote aus dem Celler Hafen gebracht. "Deswegen sieht es hier gerade so leer aus. Viele Yachtbesitzer sind schon vorher losgefahren oder haben ihre Boote mit dem Auto an die Ostsee gebracht, das derzeit beliebteste Ziel", so Marwede, der allgemein von einem Trend hin zu kleineren Yachten berichtet.

Langsam füllt sich der Parkplatz. Am Silbersee treffen morgens um halb zehn die ersten Badegäste ein. Die Sonne brennt schon jetzt erbarmungslos vom Himmel. Während Katharina Heering und Susanne Wawer die Schwimmtaschen auspacken und mit ihren Kindern Leni und Jette sowie Juliana und den Zwillingen Jan und Leo Richtung Badesee marschieren, rauscht ein ICE durch den nahegelegenen Wald – das einzige Geräusch, das die Idylle dieses Ortes stört. Ansonsten ist es ruhig, beschaulich, ein idealer Ort zum Entspannen und das in vielfacher Hinsicht.

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