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Celle Ortsteile Nigge: "Familien brauchen Baugebiete und Kitas"
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Nigge: "Familien brauchen Baugebiete und Kitas"
14:52 23.11.2018
Von Dagny Siebke
Gastgeber Christian Ceyp (links) und Oberbürgermeister Jörg Nigge beantworten die Fragen der Bürger beim Stadtteilgespräch im Bauernhof Lehmann. Quelle: Dagny Siebke
Klein Hehlen

Neue Kita-Plätze, der Umzug des Info-Points und die Zugbrückenstraße: Das sind die großen Themen, die den Bürgern in Klein Hehlen unter den Nägeln brennen. Das wurde beim ersten Stadtteilgespräch der CDU mit Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU) im Bauernhof Lehmann deutlich.

Zunächst sprach Nigge fast eine Dreiviertelstunde über seine Visionen für Celle. "Wir wollen familienfreundlichste Stadt in Niedersachsen werden", sagte er vor 70 Zuhörern. Momentan stünden 300 Interessenten auf der Warteliste für ein Baugrundstück. "Wir brauchen weitere Baugebiete. Wenn Familien bauen, werden auch kleinere, günstige Wohnungen frei."

Sechs Container an Kita Kaninchengarten geplant

Zudem hat Celle eine "Kita-Offensive" gestartet. Im Kita-Jahr 2018/19 wurde das Betreuungsangebot im Stadtgebiet um 100 neue Plätze – 71 in Kitas und 29 in Krippen – erweitert. Demnächst sollen an der Kita Kaninchengarten sechs Container für eine altersübergreifende Gruppe von 20 Kindern aufgestellt werden. "Hierzu wird seitens des Kirchenamtes in Kürze ein Bauantrag gestellt. Damit kann der aktuelle Bedarf in Klein Hehlen weitestgehend gedeckt werden", sagt die Stadtverwaltung auf CZ-Nachfrage. "Es ist für die Zukunft nicht ausgeschlossen, dass weitere Containerlösungen favorisiert werden." Eine konkrete spruchreife Planung gibt es derzeit nicht.

Seit Ende September existiert das neue Kita-Portal, über das online bereits jetzt 50 Prozent der freien Kitaplätze vergeben werden. "Innerhalb einer Woche müssen die Eltern eine Garantie für einen Platz erhalten", sagte Nigge. Doch das neue System scheint noch in den Kinderschuhen zu stecken. Familienvater Moritz Schuler habe seinem Arbeitgeber bislang noch keine Rückmeldung geben können, obwohl er vier Kitas präferiert habe. "Die Gemeinden im Landkreis machen es wesentlich besser. Die Stadt Celle hat 15 Jahre verschlafen. Es muss viel mehr gemacht werden." Für ihn seien Container keine langfristige Lösung: "Als wir im Sommer in den Obergeschossen der Krippen Gespräche geführt haben, war es sehr warm. In Containern wird es noch schlimmer sein."

Sorge um Eichen an der Zugbrückenstraße

Klaus Effinghausen sorgt sich um die Eichen an der Zugbrückenstraße, da dort ein neues Baugebiet entstehen soll: "Die Bäume sind lebenswichtig und müssen erhalten werden." Nigge antwortete, dass es noch keinen B-Plan gebe. "Der Standort ist hoch attraktiv. Es werden aber so viele Bäume wie möglich erhalten bleiben. Zudem wird an anderer Stelle ein Ausgleich dafür geschaffen." Gastgeber Christian Ceyp ergänzte, dass man sich an das Bauspargebot halten müsse. Dieses schreibe vor, innerhalb der Stadt neue Baugebiete auszuschreiben.

Info-Point an der Händelstraße schließt

Es meldeten sich auch die Ehrenamtlichen vom Info-Point an der Händelstraße zu Wort. Acht Paten betreuen Flüchtlingsfamilien im Musikerviertel. Sie helfen Analphabeten beim Lernen, Kindern bei den Hausaufgaben und chronisch Kranken bei Arztbesuchen. Julia Dittel bedauert es, dass der Treffpunkt der Nachbarschaft "aus baurechtlichen Gründen" bis zum Jahresende geschlossen werden muss. Nigge kündigte weiterhin seine Unterstützung an. "Mögliche neue Räumlichkeiten sind bereits gefunden", heißt es aus der Verwaltung. Dittel betont: "Wir hoffen, dass der Umzug nicht zum Abbruch der Beziehungen führt."

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