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Celle Ortsteile Nigge durchschlägt Celler Nordwall-Knoten
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Nigge durchschlägt Celler Nordwall-Knoten
21:34 05.04.2018
Von Gunther Meinrenken
Oberbürgermeister Jörg Nigge präsentiert im Nordwall die Planung für die Umgestaltung der Straße für den gegenläufigen Verkehr. Die Sporthalle des MTV Eintracht, vor der Nigge steht, muss nun nicht mehr zwingend abgerissen werden. Quelle: David Borghoff
Celle

Wenn ein paar Hauseigentümer ihre Immobilien nicht verkaufen wollen, dann planen wir eben drum herum. Mit dieser neuen Marschroute hatte Nigge kurz nach seinem Amtsantritt die Planung für den letzten Abschnitt des Äußeren Rings neu angestoßen. Ein Jahr lang tüftelten die Verkehrsplaner im Neuen Rathaus an einer Lösung und diskutierten mit dem Land als Zuschussgeber. Am Donnerstag präsentierten Nigge und Stadtbaurat Ulrich Kinder das Ergebnis: Die Straße wird zwar an ein paar Stellen enger als zunächst geplant, doch das Land habe signalisiert, dass das Projekt förderfähig sei. "Und das Ganze hat noch einen positiven Nebeneffekt: Die MTV-Halle am Nordwall könnte stehen bleiben", so Nigge.

Die jetzige Lösung war möglich geworden, weil letztlich doch noch ein Hauseigentümer mit der Stadt einig wurde. Zahnarzt Siegmar Dabitz habe in ein Tauschgeschäft eingewilligt. Er besitzt das Haus Nordwall 2, das für die Planung wichtig ist, da es weit in die künftige Abbiegespur in Richtung Norden hineinragen würde. "Wir sind uns einig geworden, dass Herr Dabitz das Haus Theo-Wilkens-Straße 1 von der Stadt bekommt und wir es noch entsprechend herrichten", erklärte Nigge.

Keine Einigung habe es hingegen mit dem Betrieb Malerschröder gegeben. Um diese Immobilie sei die künftige Fahrspur herumgeplant worden. Und da auf dem Nachbargrundstück die MTV-Halle steht, sei es nun auch nicht mehr zwingend nötig, diese abzureißen, wie es die Politik 2009 beschlossen habe. Die Sanierungskosten werden auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. Jetzt müssen die Parteien im Celler Rat entscheiden, wie es mit der Sporthalle im Zentrum der Stadt weitergehen wird.

Der gesamte dritte Bauabschnitt des Äußeren Rings wird etwa 12,2 Millionen Euro kosten. Dazu kommen etwa drei Millionen Euro, die bisher bereits für den Immobilienerwerb ausgegeben wurden. Etwa 4,4 Millionen Euro wird die Stadt aus Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes erhalten. "Wichtig war, dass wir durch die Änderungen nicht die Förderfähigkeit verlieren", erklärte Nigge. Und Stadtbaurat Kinder ergänzte: "Es hat sich gezeigt, dass es der richtige Weg war, die Planung noch einmal neu anzugehen."

Als ersten Teilabschnitt werde bis Juni für die Kreuzung Wehlstraße/Nordwall die Ausführungsplanung eingereicht. Im August rechnet die Stadt mit dem positiven Bescheid, um noch für dieses Jahr in das Förderprogramm zu rutschen. Im Oktober würde die Umgestaltung der Kreuzung beginnen. "Parallel werden wir für den Nordwall und den Knoten Neumarkt an den Bebauungsplänen arbeiten, so dass Ende des Jahres die Häuser abgerissen werden können", erzählte Kinder.

Der genaue Zeitplan werde zwar erst im Sommer erarbeitet. Aber nach den bisherigen Vorstellungen der Stadt wolle man möglichst im Frühjahr mit den Arbeiten am Nordwall beginnen. Stadtbaurat Kinder rechnet damit, dass das Projekt 2021 fertiggestellt sein dürfte.

Eine weitere Änderung freut Nigge besonders: "Die Fritzenwiese wird durchgehend Fahrradstraße. So müssen viele Radfahrer gar nicht mehr durch den Nordwall. Das ist ein weiterer Schritt zu einer fahrradfreundlichen Stadt", sagte Celles Oberbürgermeister.

820 Quadratmeter statt 370 für Kosmetik und Drogerieartikel sowie zusammengezählt 1050 Quadratmeter statt 630 für Elektroartikel – so sehen die stärksten Abweichungen vom von der Politik beschlossenen Bebauungsplan aus, die die Stadt dem Unternehmen Famila für das Einkaufszentrum in Groß Hehlen genehmigt hat. Die Geschäftsleute der Altstadt kritisieren die Abweichungen vom B-Plan als Bedrohung für die Innenstadt und stellen die Frage nach der politischen Verantwortung.

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