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Celle Ortsteile Nordwall: Celler Politiker erleichtert
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Nordwall: Celler Politiker erleichtert
17:44 06.04.2018
Von Gunther Meinrenken
Ausbau Nordwall Quelle: Gunther Meinrenken
Celle

"Ich freue mich, dass es jetzt losgehen kann. Die Stadt hat eine pragmatische Lösung gefunden", sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Patrick Brammer, der "kein Haar in der Suppe finden möchte". Und Heiko Gevers, Fraktionsvorsitzender der CDU, spricht von einer "schnellen und schlanken Lösung. Wir bekommen jetzt genau das, was wir haben wollten, auch wenn es mit gewissen Einschränkungen verbunden ist, was etwa die Fahrbahnbreite betrifft".

Allenthalben herrscht bei den von der CZ befragten Ratsmitgliedern Zustimmung für die jetzt vorgelegte Planung vor. Allerdings werden auch noch zwei kritische Aspekte hinterfragt: der Schwerlastverkehr und die Sicherheit der Radfahrer.

"Die Grünen waren immer schon für die Gegenläufigkeit des Nordwalls. Die jetzt gefundene Lösung hat viele gute aber auch schlechte Seiten", sagt Bernd Zobel, Vorsitzender der Grünen-Ratsfraktion. Er sorge sich um die Sicherheit der Radfahrer. "Die Umwidmung der Fritzenwiese in eine Fahrradstraße wissen wir zu schätzen. Kritisch sehen wir allerdings, wie der Radverkehr direkt auf dem Nordwall geregelt werden soll."

Zobel fürchtet Konflikte zwischen Lkw-Fahrern und Radlern. Letztere sollen auf Schutzstreifen auf der Straße fahren. Doch um die Radler zu überholen, ist die Fahrbahn bei Gegenverkehr zu schmal. "Besonders heikel könnte es dort werden, wo sich der Schutzstreifen beim Einordnen vor dem Neumarkt in zwei Spuren aufteilt. Das würden wir gerne noch einmal mit der Verwaltung diskutieren", so Zobel.

Tim Übermuth (CDU), Ortsbürgermeister der Blumlage, geht davon aus, dass der Schwerlastverkehr durch den Ausbau weiter zunehmen könnte. Er wünscht sich, dass die Verwaltung nun seinen Vorschlag aufgreift, die Lkw, die aus Braunschweig auf Celle zurollen, bereits an der Ausfahrt der bisher fertiggestellten Ortsumgehung in Altencelle zur Ausfahrt Möbel Wallach zu leiten. Von dort aus sollen die Brummis über die Hannover Heerstraße und den Wilhelm-Heinichen-Ring um das Stadtzentrum herumgeführt werden.

Im Neuen Rathaus hat man das Anliegen von Übermuth nicht vergessen. "Der Lkw-Verkehr muss aus der Stadt herausgehalten werden", so Nigge, der sich allerdings schon eine Linderung des Problems verspricht, wenn die Maut für Lastwagen auf Bundesstraßen eingerichtet sein wird.

Ansonsten begrüßt Übermuth den Durchbruch beim letzten Abschnitt des Äußeren Rings um die Altstadt und das "Ende der katastrophalen Lethargie" im Neuen Rathaus sehr. "Schon vor Jahren hatte Karsten Schröder von Malerschröder dargelegt, dass der Ausbau auch ohne Abriss funktionieren würde. Klasse, dass man sich auf Initiative von Herrn Nigge noch einmal Gedanken gemacht hat."

Karsten Schröder selbst ist "glücklich, dass jetzt für uns alles so bleibt, wie es ist. Das beste ist, dass nun nach neun Jahren und Tausenden von Euro, die uns das alles gekostet hat, eine Entscheidung gefallen ist". Der Geschäftsmann wehrt sich dagegen, als Verhinderer des Projekts dargestellt zu werden. "Wir waren einigungsbereit. Die Stadt hat uns nur keinen entsprechenden Vorschlag gemacht", sagt Schröder.

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