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Celle Ortsteile Patchworktage locken am Wochenende nach Celle
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Patchworktage locken am Wochenende nach Celle
16:04 28.05.2018
Quelle: Doris Hennies
Celle

Sie sitzen zusammen und schwatzen, wie es Freundinnen eben so tun. Ihr Blick allerdings ist konzentriert auf ihre Hände und das kleine Stoffstück mit der Papp-Schablone gerichtet – auf Nadel und Faden. Birgit Henning und Anke Tavares genießen noch ein bisschen Zeit miteinander und das Hobby, das sie für sich entdeckt haben. Es ist inzwischen beinahe schon eine Obsession geworden. Die beiden gehören einem kleinen Zirkel von begeisterten Patchworkerinnen an, die sich wöchentlich zu ihrem „Jour fixe“ am Dienstagmorgen treffen. Ein definiertes Ende gibt es nicht – „meistens so um die Mittagszeit, dann müssen die jüngeren Mütter unter uns nach Hause, um die Kinder abzuholen oder Mittagessen zu kochen“, so die Gastgeberin.

Birgit Henning gehört inzwischen auch zum Vorstand der Deutschen Patchwork-Gilde und ist dort für die Organisation von Veranstaltungen, Messen und Märkten mitverantwortlich. Die Patchwork-Tage in Celle sind da beinahe ein Heimspiel für die Ü-50-Jährige aus Nienhorst. „Ich bin stolz, dass wir das in diesem Jahr zum zweiten Mal hier in Celle machen – auch weil es allen so gut gefallen hat.“ Die Patchworktage rahmen regelmäßig die Jahresmitgliederversammlung ein. Ein Event, das nur wenige verpassen möchten, weil es nicht nur die große Gelegenheit zum fachlichen Austausch ist, sondern auch ein Ort der persönlichen Begegnung. Dort werden kunstvolle Werke gezeigt und bewundert. Außerdem gehörten zahlreiche spezielle Workshops zum Programm, zu denen man sich oft schon vor Monaten angemeldet hat, denn die Plätze sind rar und gefragt.

„Das ist ja der Sinn der Gilde, dass man auf Menschen trifft, die Begeisterung teilen. Man lernt voneinander, gibt Tipps, verrät Kniffe und Tricks, die man selbst erlernt und ausprobiert hat. Die Neueinsteiger lernen von den Erfahrenen. Da gibt’s keine Eifersucht – vielmehr freut sich jeder über das Interesse an unserer Lieblings-Freizeitbeschäftigung.“ Zum großen Bereich Patchwork, Quilts und Applikation gibt es viele individuelle Fassetten – „wäre ja langweilig, wenn jeder dasselbe machen wollte und würde“, meint Anke Tavares. Die beiden Frauen kennen sich seit etlichen Jahren aus der größeren Patchworkgruppe in Isernhagen. Die trifft sich aber „nur“ alle 14 Tage – deshalb die zusätzliche kleine Runde zu sechst.

„Jede von uns ist unterschiedlich. Ich zum Beispiel bin nicht so der handwerkliche Typ. Mir gefällt es am meisten zu experimentieren und zu konstruieren. Deshalb finde ich es auch spannend, immer wieder neue Techniken zu lernen.“ Das mag an ihrem Beruf liegen, die Isernhagenerin ist Informatikerin und inzwischen leidenschaftliche Patchworkerin. Das war nicht immer so: „Nach der Geburt meines Sohnes suchte ich dringend nach etwas ganz für mich, weg von Haushalt und Kindererziehung. Freundinnen haben mich fast zum ersten Gruppenabend gezwungen. Zu Anfang hab ich es eher als Therapiesitzung gesehen – die neue Aufgabe und das Konzentrieren auf die Handarbeit halfen mir abzuschalten und den Kopf frei zu bekommen. Dann hab ich Blut geleckt…“.

Bei Birgit Hennig ist es anders, sie ist in einer für Handarbeit begeisterten Familie aufgewachsen. „Ich habe schon in der ersten Klasse häkeln und sticken gekonnt. Lange war das Stricken mein Ding. Als eine Freundin schwanger wurde, hab ich sie gefragt, was sie für ihr Baby haben möchte – da kam sie mit einem Bild einer gepatchten Krabbeldecke. Ich nahm es als Herausforderung und hab mich der Sache gestellt.“ Aus der ersten, noch sehr umständlichen Arbeit ist eine Begeisterung und Faszination erwachsen, die bis heute anhält. Im Gegensatz zu ihrer Freundin ist sie eher der penible Handarbeiter, heftet und näht Stück für Stück per Hand. „English Paper Piecing“ nennt sich diese Methode. Man kann klein anfangen, mit einem Täschchen oder einem Kissenbezug. Später wachsen die Pläne. Nicht selten braucht es mehrere tausend Kleinteile, über Monate ja Jahre zusammen getragen und – gefügt, damit daraus etwas Großes entsteht. „Da ist der Weg schon ein Ziel, das hat fast etwas Meditatives“. Ihr Täschchen mit Papierschablonen, Stoffstückchen, Nadeln und Faden hat sie fast immer dabei – falls es mal langweilig werden sollte.

Von Doris Hennies

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