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Celle Ortsteile Prokop bleibt Bürgermeister der Stadt Bergen
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Prokop bleibt Bürgermeister der Stadt Bergen
23:04 25.05.2014
Auf dem Friedensplatz werden der neue und alte Bürgermeister Rainer Prokop und seine Frau Marion von Unterstützern nach dem Wahlsieg freudig begrüßt. Quelle: Udo Genth
Bergen Stadt

Keine Überraschungen in Bergen. Rainer Prokop (CDU) bleibt Bürgermeister in der Nordkreisstadt. Im Vergleich zur Wahl von 2006 verbesserte er sein Ergebnis sogar noch einmal um 12,3 Prozent und holte gestern insgesamt 68,7 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer Randolf Horrer (SPD) kam auf 31,3 Prozent der Stimmen.

„Sicher war ich mir während des Wahlkampfes aber nicht, denn Wahlen haben ihre eigenen Gesetze”, sagte Prokop, nachdem seine Wahl so gut wie feststand. Aus seiner Sicht ist das Votum ein Vertrauensbeweis. „Die Berger glauben auch, dass man nicht mitten im Rennen den Jockey wechseln sollte”, so Prokop mit Blick auf die Situation der Stadt. Gerade der bevorstehende Abzug der britischen Streitkräfte und der aktuelle Zuzug von Rumänen habe für eine Menge Unsicherheit gesorgt. „Das Votum gibt mir die nötige Rückendeckung, um die Probleme weiter mit Elan zusammen mit dem Rat der Stadt und der Verwaltung anzugehen”, so Prokop.

Er betonte, dass die Probleme nur gemeinsam zu lösen seien. Das gelte auch für die Zusammenarbeit im Rat. „Ich habe bewusst auf Schärfe im Wahlkampf verzichtet, weil Bergen derzeit andere Sorgen hat und wir alle zusammen in der Politik die Probleme anpacken müssen”, so Prokop. Generell habe er einen Wahlkampf mit Augenmaß geführt, in dem es in erster Linie darum gegangen sei, die Aufmerksamkeit der Bürger auf die Wahlen zu richten und sie zum Wählen zu animieren. Die Wahlbeteiligung lag gestern für die Bürgermeisterwahl in Bergen bei 48,4 Prozent und damit drei Prozent über der Beteiligung zur Europawahl. Insgesamt gaben 5198 Wähler in der Stadt Bergen ihre Stimme ab.

Mit seinem Aufruf zur Überparteilichkeit rannte Rainer Prokop bei Herausforderer Randolf Horrer offene Türen ein. Er gratulierte Prokop zur Wahl und forderte gleichzeitig, dass „wir in den kommenden Jahren über den Tellerrand schauen und nicht Vorschläge ablehnen, nur weil sie vielleicht von einer anderen Partei kommen”, so Horrer. Denn die Probleme, die zu lösen seien, blieben die gleichen, egal wer im Rathaus sitze. Horrer kündigte an, dass er sich auch weiter in der Lokalpolitik engagieren werde.

„Diese Niederlage haut mich nicht um. In einer sehr christdemokratisch geprägten Stadt sind 31,3 Prozent für einen SPD-Kandidaten schon ein ganz respektables Ergebnis”, so Horrer. Auch mit seinem Wahlkampf ist er zufrieden. „Wir haben engagiert gearbeitet und da gab es wenig, was man besser machen konnte. Letztlich habe ich erreicht, dass die Menschen eine Wahl hatten und der neue Bürgermeister den Bürgern im Wahlkampf Rede und Antwort stehen musste”, so Horrer. Als Ergebnisziel habe er sich selber 25 plus X gesetzt und das es jetzt 31,3 Prozent geworden seien, damit könne er gut leben.

Sein bestes Ergebnis erzielte Horrer im Wahlbezirk Stadtbücherei Bergen. Dort schaffte er 41 Prozent. Auch in Sülze holte er mit fast 40 Prozent der Stimmen überdurchschnittlich viel. Prokop holte vor allem in den anderen kleineren Ortschaften der Stadt mehr Stimmen. Heraus stachen dabei Nindorf und Becklingen. Dort votierten jeweils mehr als 81 Prozent der Wähler gestern für Prokop.

Von Tore Harmening