Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Ortsteile Radwege-Murks ist vom Tisch
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Radwege-Murks ist vom Tisch
15:20 20.04.2018
Von Gunther Meinrenken
Quelle: Gunther Meinrenken
Celle

Eggers begrüßt, dass die Stadt von ihren Plänen wieder Abstand genommen hat und die Verkehrsplaner weitere Anregungen des ADFC aufgegriffen haben. Meißner weiter: "Auch das indirekte Linksabbiegen an den anstehenden Knotenumgestaltungen B 214/St. Georg-Garten und Burgstraße/77er Straße ist nicht mehr aktueller Planungsstand."

Am Gymnasium Ernestinum und an der IGS dürfte die Nachricht von den geänderten Plänen begrüßt werden. Beide Schulen, zu denen jeden Tag hunderte Schüler mit dem Rad fahren, waren im Vorfeld von der Stadt nicht um Stellungnahmen gebeten worden. Auf Nachfrage der CZ konnten beide Schulleitungen in dem Schutzstreifen, der bis zur Fußgängerampel am Schulzentrum gehen sollte, keine Verbesserung erkennen – ganz im Gegenteil: Das bisherige System des gegenläufigen Radwegs funktioniere gut. "Wir sehen keinen besonderen Bedarf für eine Veränderung der Radwegeführung und haben auch keine Kenntnis von gehäuften Schulwegunfällen in diesem Bereich. Dies hätten wir bemerken müssen, denn alle Schulwegunfälle werden in unserer Verwaltung gemeldet und an die kommunale Versicherung weitergeleitet", so Johannes Habekost, Leiter des Ernestinums, und Sebastian Zeblewski, stellvertretender Leiter der IGS, in einer gemeinsamen Erklärung. Beide halten einen Schutzstreifen für "problematisch".

An der Kreuzung Wederweg/Burgstraße wird die Stadt ebenfalls Hinweise des ADFC aufgreifen. Die Ampelsignale für linksabbiegende Radfahrer sollen gegenüber der Aufstellfläche auf der anderen Straßenseite erfolgen.

Dem Wunsch einer durchgehenden Fahrradstraße von der Fischerstraße bis zur 77er Straße erteilen die Verkehrsplaner "aus rechtlichen Gründen" allerdings eine Absage. "Die Burgstraße ist eine verkehrswichtige Straße für den Kfz-Verkehr", so Meißner. Eine solche Lösung hätte Verkehrsverlagerungen in die Wohngebiete und auf die B 214 zur Folge, fürchten die Verkehrsplaner.

Eggers hat hingegen das Gefühl, dass ihn die Verwaltung bei diesem Thema falsch verstanden hat. Die Radstraße soll gar nicht auf die Burgstraße. "Es geht einfach darum, die jetzt schon bestehende Gegenläufigkeit von Fahrradstraße und Radwegen noch über die Altenceller Schneede zur Fischerstraße hin zu verlängern. Dafür müsste man in der kleinen Burgstraße nur die Abbiegespur nach rechts in einen Radweg umwandeln. Es wäre schön, wenn die Verwaltung diese Anregung noch einmal aufnehmen könnte."

Wer einen Blick auf die Entwicklung des Schuldenstandes der Stadt Celle wirft, dem kann schon etwas mulmig werden. So ging es auch den Mitgliedern des Finanzausschusses in der jüngsten Sitzung. Aus der Vorlage zum Schuldenmanagement ging hervor, dass die Belastungen im Investitionshaushalt bis 2021 von derzeit 168 auf 207 Millionen Euro steigen werden, im Ergebnishaushalt, der die laufenden Geschäfte der Verwaltung abbildet, klettern die Verbindlichkeiten durch weitere Defizite in den kommenden Jahren von 130 auf fast 156 Millionen Euro. Macht zusammen Schulden von knapp 363 Millionen Euro.

-

Gunther Meinrenken 20.04.2018

Das Zollamt Celle, das für den Landkreis Celle und Teile der Landkreise Uelzen und Gifhorn zuständig ist, blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück. "Die Anzahl der abgefertigten Postsendungen stieg um 33 Prozent. Insgesamt wurden 3400 Päckchen und Pakete aus Drittländern abgefertigt. Dabei wurden auch Plagiate und Waren, die aufgrund der Produktsicherheit nicht eingeführt werden dürfen, festgestellt", teilt Hans-Werner Vischer, Pressesprecher des Hauptzollamts Hannover, mit. Die Einnahmen aus Steuern und Zollabgaben stiegen dabei im vergangenen Jahr von 16 auf 20 Millionen Euro. Dieser Zuwachs sei zum Großteil auf den zunehmenden Internethandel zurückzuführen.

19.04.2018

Wegen neuer Auflagen des Unfallversicherungsträgers heißt es in absehbarer Zeit für die Müllfahrzeuge des Abfallzweckverbands: "Rückwärtsfahren verboten". Doch schon jetzt erleben Bürger im Alltag immer wieder, dass sie ihre Tonnen weit schieben müssen oder diese nicht geleert werden, weil die Müllfahrzeuge sie nicht erreichen können. Dafür stehen zwei Beispiele aus Bergen und der Celler Neustadt.

Gunther Meinrenken 19.04.2018