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Celle Ortsteile Rotary-Weltpräsident Ian Riseley zu Gast in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Rotary-Weltpräsident Ian Riseley zu Gast in Celle
19:07 06.11.2017
Bei seinem Besuch in Celle pflanzte Rotary-Weltpräsident Ian Riseley (rechts) gemeinsam mit Governorin Marianne Broska sowie den Celler Clubpräsidenten Thomas Hauf (Zweiter von rechts) und Peer-Detlev Schladebusch eine Nordamerikanische Colorado-Tanne vor dem Neuen Rathaus. Anschließend trug er sich gemeinsam mit Ehefrau Juliet ins Gästebuch der Stadt Celle ein. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Als bekannt wurde, dass der Australier im Jahr 2017/18 die weltweit älteste Organisation von Serviceclubs führen würde, hatten Jess und der Rotary Club Celle, dessen Mitglied er heute ist, sofort die Initiative ergriffen und Riseley eingeladen. Am Sonntagabend nun traf der 70-Jährige gemeinsam mit Ehefrau Juliet, selbst als Governorin mit rotarischer Führungserfahrung ausgestattet, in Celle ein. Gestern standen unter anderem eine Stadtführung, der Eintrag ins Gästebuch der Stadt sowie eine Baumpflanzaktion am Neuen Rathaus auf ihrem Programm.

Die Nordamerikanische Colorado-Tanne, die Riseley gemeinsam mit den Präsidenten der Celler Clubs pflanzte, symbolisiert ein besonderes Anliegen des Weltpräsidenten. Er hatte die mehr als 34.000 Rotary Clubs weltweit aufgefordert, für jedes ihrer insgesamt rund 1,2 Millionen Mitglieder einen Baum zu pflanzen. „Wir haben schließlich nur einen Planeten und ich kenne keinen Platz auf der Welt, der ohne Bäume besser aussehen würde“, so Riseley. Deshalb sei es ihm ein Anliegen, zu zeigen, dass sich Rotary nicht nur zu seiner Verantwortung für die Menschen dieses Planeten bekennt, sondern auch gegenüber dem Planeten selbst. „In diesem Sinne bin ich stolz, ein Umweltschützer zu sein.“

Stolz ist Riseley auch auf den Erfolg der Kampagne „End Polio Now“ – das größte Projekt, das Rotary in seiner 112-jährigen Geschichte angepackt hat. Seit 1979 gelang es, den größten Teil der Welt durch massive Impfkampagnen von der Kinderlähmung zu befreien. „Es wäre großartig, wenn wir bis zum Ende meiner Amtszeit im Juli kommenden Jahres den letzten Poliofall dokumentiert hätten und wenn die Übertragungskette weltweit unterbrochen wäre“, so Riseley.

Gab es im Jahr 1985, als Rotary den Beschluss zur Bekämpfung der Kinderlähmung fasste, noch 125 Länder mit pro Jahr 350.000 neuen Infektionen, so habe man diese Zahl in Kooperation mit Partnern wie der Weltgesundheitsorganisation WHO, dem Kinderhilfswerk Unicef oder auch der Bill & Melinda Gates Foundation von Jahr zu Jahr drastisch senken können, so Riseley. Nur noch in Afghanistan, Pakistan und Nigeria sei die Bevölkerung akut von Polioviren bedroht – im laufenden Jahr sind dort bislang 13 Fälle bekannt geworden.

Lobende Worte fand der Australier für das Engagement der Clubs RC Celle und RC Celle-Schloss. So freue er sich vor allem über die „beispielhafte Zusammenarbeit“ der Rotarier mit den Lions beim gemeinsamen Adventskalender-Projekt. „Schließlich versuchen alle Serviceclubs, Gutes zu tun – da sollte es keine Berührungsängste geben“, sagte Riseley. Darüber hinaus würdigte er die Sammlung von Kunststoffdeckeln in Stadt und Landkreis, mit deren Reycling Geld für die Polio-Kampagne generiert wird, sowie die Unterstützung lokaler Projekte und Einrichtungen. International beteiligen sich beide Clubs außerdem aktuell an einem vom RC Celle-Schloss initiierten Abwasserprojekt in Indien. „Rotary macht überall tolle Arbeit – das gilt uneingeschränkt und besonders auch für die Celler Rotarier“, so Riseleys Fazit.