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Celle Ortsteile Samstag ist Tag des Schornsteinfegers in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Samstag ist Tag des Schornsteinfegers in Celle
17:27 14.10.2016
Von Christoph Zimmer
Wietzenbruch

Zu dem Gespräch anlässlich des Tages des Schornsteinfegers am Samstag trägt er einen traditionellen schwarzen Zweireiher, einen Zylinder und ein Halstuch, so wie es seine Berufskollegen vor mehr als 150 Jahren schon taten. „Es ist mein absoluter Traumberuf. Ich kann mir nicht vorstellen, etwas anderes zu machen“, sagt Liestmann. „Es ist interessant und abwechslungsreich und man lernt viele nette Menschen kennen.“ Wie früher hat er auch das Schultereisen und das Kehrgeschirr immer griffbereit.

Aber die Arbeit hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Heute fährt Liestmann auch mit einem Diagnosekoffer voller digitaler Instrumente und einer Schornsteinkamera raus. „Wir kehren durchaus traditionell die Schornsteine“, sagt er. Dazu kommt aber eine lange Liste anderer Tätigkeiten, die er ausführt. Zwar bleibe der vorbeugende Brandschutz die Hauptaufgabe, aber auch die Energieberatung, der Umweltschutz, schließlich gehe es auch um den Schadstoffausstoß der Heizungsanlagen, die Ausrüstung mit Rauchwarnanlagen sowie deren Wartung gehören zum Portfolio seines Handwerksbetriebes.

Zu seinem Kehrbezirk gehören Haushalte in der Heese, in Neuenhäusen und Westercelle. Dort sorgt er dafür, dass die Schornsteine, Thermen und Heizungen den Vorgaben entsprechen, was gelegentlich lebensrettend sein kann. Bevollmächtigte Bezirksschornsteinfegermeister wie er erfüllen hoheitliche Aufgaben wie bauliche Abnahmen und die Feuerstättenschauen und führen Arbeiten an Abgas- und Feuerungsanlagen aus.

Früher sei man noch richtig in die Schornsteine hineingestiegen, wenn sie groß genug waren. Heute gibt es spezielle Besen, die vom Dach oder Heizungskeller aus in den Schornstein geschoben werden und diesen von Ruß, Laub oder sogar Vogelnestern befreien. Und ganz nebenbei bringt er auch noch Glück.

Christoph Zimmer