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Celle Ortsteile Schon als Kind vom Goggomobil fasziniert
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Schon als Kind vom Goggomobil fasziniert
16:38 17.08.2018
Quelle: David Borghoff
Celle

Vor zehn Jahren ist er dann Goggomobil-Besitzer geworden. Das komplett restaurierte Auto hat er durch die Suche im Internet gefunden. Noch heute lässt sich der Goggo, welcher in sehr gutem Zustand ist, fahren. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 76 Stundenkilometern darf er sogar auf die Autobahn. Das hat Gladiszewski auch schon mehrmals gemacht, allerdings nur sonntags. "Da fahren keine LKWs, die schubsen einen sonst von der Straße", schmunzelt der Goggo-Besitzer.

Auch das Tanken ist beim Goggo etwas Besonderes. Das Öl-Benzin Gemisch, das er zum Fahren benötigt, lässt sich an der Tankstelle heute nicht mehr tanken. Gladiszewski mischt es deshalb selbst. Zuerst füllt er dafür das Öl ein, an der Tankstelle kommt dann das Benzin dazu. "Wenn an der Tankstelle viele Menschen sind, schüttele ich ihn manchmal, da amüsieren sich die Leute", lacht Gladiszewski, "Das Schütteln bringt auch ein bisschen was fürs Mischen". Generell reagierten die Leute positiv, wenn er mit seinem Goggomobil unterwegs ist. "Teilweise stehen die sogar an der Straße und winken", erzählt er.

Gladiszewski liebt es, mit seinem Goggo unterwegs zu sein, auch wenn er auf manchen Komfort verzichten muss. Eine Klimaanlage gibt es zum Beispiel nicht, da wird es besonders in diesem Sommer schnell heiß im Auto. Trotzdem hat Gladiszweski zusammen mit seiner Frau bei der Hitze eine Fahrt gewagt. "Das war eine einmalige Angelegenheit", ist sein Resümee. Auch sonst ist das Fahren des Goggos nicht immer leicht. Der Blinker des über 50 Jahren alten Autos ist kaum zu sehen, so hält Gladiszewski beim Links-Abbiegen sicherheitshalber die Hand aus dem Fenster, ein lustiger Anblick für alle Passanten und anderen Autofahrer.

Gladiszewski ist geübt im Oldtimer fahren, schließlich hat er außer dem Goggomobil noch drei weitere Oldtimer. Ein 116er Mercedes 350 SEV8 und ein NSU Prinz Sport und einen Opel Record R3A Olympia. Dieser Opel war sogar der Auslöser für seine Oldtimer-Sammlung. "Der gehörte meinem Opa, damit wurde ich sogar nach meiner Geburt aus dem Krankenhaus abgeholt." Gladiszewski wurde in Celle geboren. Noch heute ist der Wagen im Originalzustand. "Der hat noch nie Schnee oder Salz gesehen, mein Opa ist nicht mal im Regen gefahren".

Auch heute fährt der Oldtimerfan seine Sammlerstücke nicht im Winter und möglichst nicht bei Regen, damit der gute Zustand der Fahrzeuge erhalten bleibt. Bei sonnigem Wetter am Wochenende genießt er mit seiner Frau die Fahrten dafür umso mehr. Auch weite Strecken, die etwas länger dauern, sind dann möglich. Gladiszewskis Rekord liegt bei 200 Kilometern an einem Tag. "Danach hat meine Frau gesagt, das machst du nicht nochmal", lacht er. Für lange Fahrten am Wochenende nehmen die beiden jetzt lieber die größeren Oldtimer. "Da ist einfach mehr Platz."

Von Stella-Sophie Wojtczak

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